Benötigt es die Heli-Ausschreibung noch?

Im Landhaus rauchen derzeit die Köpfe. Im Februar wurde die Ausschreibung und Vergabe der Flugrettung bis Ende 2015 beschlossen. Basis dafür...

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Im Landhaus rauchen derzeit die Köpfe. Im Februa­r wurde die Ausschreibung und Vergabe der Flugrettung bis Ende 2015 beschlossen. Basis dafür ist die Bedarfserhebung über die notwendigen Standorte. Von bisher 15 Hubschraubern soll die Anzahl auf sechs ganzjährig­e und dazu vier saisonal stationierte Helikopter reduziert werden. Aber benötigt es die Ausschreibung noch?

Europäischer Rat und Europäisches Parlament haben nämlich kürzlich beschlossen, dass der Rettungsdienst keine wettbewerbliche, marktfähige Dienstleistung ist. Für gemeinnützig organisierte Rettungsdienste gibt es deshalb eine Ausnahme. Das Land könnte demnach die Flugrettung dem gemeinnützigen ÖAMTC übergeben. Doch alleine ist er dazu nicht in der Lage, er ist für eine flächendeckende Versorgung auf die Unterstützung anderer Heli-Betreiber angewiesen.

Unabhängig von der europäischen Ausnahmeregelung tendiert das Land weiterhin zu einer Ausschreibung, um die Notfallversorgung und den Transport nach Freizeitunfällen am Berg ein für allemal klar zu regeln. Das lässt Gesundheits-LR Bernhard Tilg (VP) gegenüber der TT durchblicke­n. In den nächsten Wochen soll jedenfalls die Bedarfserhebung finalisier­t werden. Die Entscheidung der EU dürfte jedoch Wasser auf die Mühlen derjenigen sein, die schon 2010 einer Ausschreibung des bodengebundenen Rettungs­wesens sehr kritisch gegenübergestanden sind. (pn)


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