Der „Herr der Bänke“ geht in eine neue Amtszeit

Hermann Hell wurde gestern erneut zum Obmann des Innsbrucker Verschönerungsvereins gewählt. Zu tun gibt es für den IVV noch genug.

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Wie es nach ihm mit dem Innsbrucker Verschönerungsverein (IVV) weitergehen werde? Daran verschwendet Hermann Hell keinen Gedanken. Vor 15 Jahren übernahm der inzwischen 72-Jährige die Obmannschaft. Ein Ehrenamt, das ihm auch die kommenden drei Jahre weiterhin erhalten bleibt. Wurde Hell doch gestern anlässlich der Jahreshauptversammlung des IVV im Hyposaal in Innsbruck eindrucksvoll wiedergewählt. Ebenso übrigens wie sein Stellvertreter Michael Forcher.

Der 2000 Mitglieder zählende Verschönerungsverein – das sind sozusagen die heimlichen Heinzelmännchen der Landeshauptstadt. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur das über 70 Kilometer weite Wanderwegenetz in und um Innsbruck in Schuss zu halten, die rund 700 auf den schönsten Wegen und Plätzen aufgestellten, IVV-charakteristisch grünen Ruhebänke herzustellen und zu betreuen, sondern auch in immer größerem Ausmaß Kleinode zu restaurieren. Für Letzteres bedient man sich natürlich auch diverser Fachfirmen – die tagtägliche Arbeit an Bänken und Wegen erledigt der IVV indes selbst in Gestalt der „guten Vereinsseele“, des einzigen Vollzeit-Mitarbeiters Peter Obermoser.

Auch im abgelaufenen Jahr, für welches Hell gestern Abend Rechnung ablegte, war der IVV wieder an Projekten beteiligt. Unter den abgeschlossenen Restaurierungsprojekten sind zum Beispiel der Gilmstein in Natters, eine Nepomuk-Figur oder auch eine Kreuzigungsgruppe in Dreiheiligen zu finden.

Arbeiten, die auch ins Geld gehen. Rund 33.000 Euro gab der IVV 2013 für Material und Restaurierungsarbeiten aus. An die 19.000 Euro davon konnten mithilfe von Spenden, der Rest durch die Einnahme von Mitgliederbeiträgen finanziert werden.

Für heuer, sagt Hell, seien die Auftragsbücher schon wieder voll. So harren die Pestkapelle beim Dürerheim, ein Brunnen in Pradl sowie jener eher unbeachtete beim Busterminal auf das Pflegeprogramm des IVV. Ein besonderes Vorhaben ist die Gestaltung eines so genannten „Sonnendecks“, einer Aussichtsplattform, entlang des im Entstehen befindlichen Bergisel-Rundwanderwegs.

Probleme bereiten dem IVV immer noch Freerider und Downhiller im Bereich der Hungerburg-Wanderwege, sagt Hell: „Teilweise werden die Wege irreparabel dadurch beschädigt.“


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