Experten orten Nachteile für Frauen im Tourismus

Innsbruck – Die Rolle der Frau und Nachhaltigkeit im Tourismus war am Dienstag Gegenstand einer Tagung des Netzwerks Geschlechterforschung i...

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Innsbruck –Die Rolle der Frau und Nachhaltigkeit im Tourismus war am Dienstag Gegenstand einer Tagung des Netzwerks Geschlechterforschung im Haus der Begegnung in Innsbruck.

Heiß diskutiert wurde dort vor allem die häufig prekäre Situation von Frauen in der Tourismuswirtschaft. So würden sich laut Waltraud Handle von der Organisation ProFiT (Pro Familie im Tourismus) viele Frauen, die im Tourismus beschäftigt sind, aus eigenem Antrieb in die Schattenwirtschaft begeben. Einige, weil sie befürchten, um staatliche Beihilfen wie den Alleinverdienerabsetzbetrag umzufallen, andere wiederum, weil sie den höheren Verdienst ohne Abzug von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen bevorzugen würden. Dabei würden laut Handle viele Frauen übersehen, teilweise auch ignorieren, dass ihnen dadurch wichtige Pensionsbeitragszeiten entgehen. Vielen drohe so, obwohl sie ihr Leben lang hart gearbeitet haben, im Alter eine kleine Mindestpension. Die Diskussionsteilnehmer, wie Soziallandesrätin Christine Baur, Tourismusprofi Michael Anfang vom Hotel Edelweiss in Obergurgl, Geschichtswissenschaftlerin und Ethnologin Martina Röthl und Robert Steiger vom Management Center Innsbruck (MCI) orten in diesem Bereich jedoch auch stetiges Umdenken der Hoteliers, von denen viele diese illegalen Dienstverhältnisse mittlerweile ablehnen würden.

Steiger forderte zudem eine Diskussion zu alternativen Tourismusangeboten nach dem Klimawandel. So würde bei vielen noch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Tourismus fehlen. (ecke)

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