Kampagne für mehr Sicherheit auf Motorrädern

508 Motorradunfälle haben sich im vergangenen Jahr in Tirol ereignet, 13 Lenker starben. Das Land Tirol und die Landespolizeidirektion haben nun gemeinsam eine Kampagne für mehr Verkehrssicherheit gestartet.

Innsbruck – Im vergangenen Jahr haben sich auf Tirols Straßen 508 Motorradunfälle ereignet, dabei starben 13 Lenker. Über 20.000 Anzeigen wegen Übertretungen mit motorisierten Zweirädern hat die Polizei zudem ausgestellt. Grund genug für das Land Tirol und die Landespolizeidirektion gemeinsam eine Kampagne für mehr Verkehrssicherheit zu starten.

Mit den Slogans „Zwei Räder – ein Leben“ und „Schneller als der Tod“ werden Plakate in allen Gemeinden und entlang der gefährlichsten Motorradstrecken aufgehängt und aufgestellt, heißt es am Dienstag in einer Aussendung. Erhöhte Geschwindigkeit, Kurven schneiden und gefährliche Überholmanöver gehören zu den Hauptursachen für Motorradunfälle. „Dabei geht es aber nicht darum, mit dem Finger auf eine Gruppe von Verkehrsteilnehmer zu zeigen“, sagte LHStv. Ingrid Felipe bei der Präsentation. Vielmehr sei es das Ziel, Werbung für „mehr Rücksicht auf den Tiroler Straßen“ zu machen. „Mir geht es um Rücksichtnahme – das sollten Motorradfahrer im eigenen Interesse tun, weil sie als ungeschützte Verkehrsteilnehmer bei Unfällen massiv gefährdet sind.“

Mehr als jeder vierte tödliche Unfall in Tirol betraf 2013 Motorradfahrer. „Ein Anteil, der insofern hoch ist, weil mit motorisierten Zweirädern nur zwei Prozent der insgesamt in Österreich gefahrenen Strecken auf der Straße zurückgelegt werden.“ Dem will das Land Tirol entgegenwirken: Neben den Plakataktionen wird ein Spot im TV ausgestrahlt. Des Weiteren werden Informationsfolder aufgelegt und die Landespolizei wird gezielte Aktionen an den unfallreichsten Strecken durchführen. Durch dieses Maßnahmenbündel erhoffen sich Land Tirol und Landespolizei einen Rückgang des Blutzolls auf den Tiroler Straßen. (TT.com)


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