Innsbruck-Liebhaber sollen der Stadt neues Leben einhauchen

Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs sollen brachliegende Flächen und einseitig genutzte Räume in Innsbruck belebt werden. Alle Teilnehmer können noch bis 2. Mai ihre Ideen einreichen.

Innsbruck – Die Architekten und Stadtforscher Stefan Brabetz, Gerald Haselwanter und Gunnar Ploner haben sich zur Aufgabe gemacht, Innsbruck für seine Bewohner lebendiger und vielschichtiger zu gestalten. Dafür rief das Trio ein Projekt zur Förderung urbaner Interaktion ins Leben. „guten TAG Innsbruck“ lädt alle Liebhaber der Tiroler Landeshauptstadt auf, „Aktionsräume - ungenutzte Stadträume, brachliegende Flächen und monofunktional genutzte Räume - im Innsbrucker Stadtgefüge zu entdecken, neu zu denken und deren Potenziale als Schauplätze urbaner Aktivitäten aufzuzeigen“, erklärte Ploner im Gespräch mit TT Online.

Inn-Café auf Sandbank

Die Initiatoren haben bereits selbst einen Betrag dazu geleistet: Sie stellten an dem in der Stadt nur schwer zugänglichen und ungenutzten Innufer, in unmittelbarer Nähe des Markplatzes, Tische und Liegestühle auf, die zum Verweilen einluden. „In kurzer Zeit war das Innufer voll mit interessierten Leuten die das Geschehen beobachteten und mit uns kommunizierten“, erzählte Ploner. So wurde das ungenutzte Innufer zum Inn-Café. Als weiteres Beispiel urbaner Interaktion nannte Ploner die „Speakers Corner“ in London. Die Leute stellen dort an einem öffentlichen Ort ein Rednerpult auf und halten eine Rede zu irgendeinem Thema. Jeder kann mitmachen und als Inventar benötige man lediglich ein Rednerpult.

Der Kreativität der Teilnehmer sind jedenfalls keine Grenzen gesetzt. „Je mehr Aktivität im öffentlichen Raum stattfindet, umso lebendiger und vielschichtiger wird die Stadt für ihre Bewohner. Neues kann seinen Platz finden.“ Die Einreichungen sollen Fotos und bestenfalls auch einen Film beinhalten, zudem soll in ein paar Worten die Idee dahinter erklärt werden.

Das Trio darf sich bereits jetzt über zahlreiche Einreichungen freuen. Doch Ploner glaubt, dass vor allem in den letzten Tagen vor der Abgabe noch einige dazukommen werden. Der Sieger des städtischen Wettbewerbes erhält ein Preisgeld von 700 Euro, der Zweite 500 Euro und der Dritte 300 Euro. Die Preisverleihung findet am 10. Mai in der Kulturbäckerei Dreiheiligen statt. Im Anschluss werden dann alle Arbeiten auf www.gutentaginnsbruck.com veröffentlicht, die behandelten Orte in Innsbruck werden mittels Plaketten und QR Code gekennzeichnet. Das Projekt wird im Rahmen der Stadtpotenziale Innsbruck 2013 und der Kulturförderung des Landes Tirol gefördert.

Alle Teilnehmer können noch bis 2. Mai ihre Ideen einreichen. Alle Infos dazu sind auf http://go.tt.com/1mVA7yu nachzulesen. (TT.com)


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