Das Geisterspiel ist doch keines

Kehrtwende vor dem Westliga-Schlager zwischen den Wacker Amateuren und Austria Salzburg am Tivoli (12.4.).

Die Fans dürfen beim Westliga-Schlager Wacker - Austria Salzburg nun doch ins Stadion.
© Julia Hammerle

Von Florian Madl

Innsbruck – Nach der Ankündigung eines Geisterspiels am Innsbrucker Tivoli waren die Wogen hochgegangen. Bekanntlich waren die Verantwortlichen in Sorge gewesen, dass im Zuge des Westliga-Schlagers Wacker Innsbruck – Austria Salzburg (12. April) neuerlich die Wogen hochgehen würden. Vandalena kte hatten bei einer der vorangegangenen Auflagen Kosten in Höhe von 25.000 Euro verursacht, die in letzter Konsequenz von Vermieter Olympiaworld zu begleichen waren.

Zerstörte Sanitäranlagen zeugen von den Vandalenakten der Salzburg-Fans, 25.000 Euro kostete deren Tivoli-Gastspiel.
© fcw

Die Zuschauer haben nun doch Stadionzugang: Zuletzt hatten sich Tirols Fußballverbandspräsident Josef Geisler, sein Salzburger Amtskollege Herbert Hübel und Olympiaworld-Geschäftsführer Michael Bielowski ausgetauscht, die Entscheidung sei nach Aussage der Beteiligten „pro Fußball“ ausgefallen: „Es tut dem Fußball sicher besser, wenn man das Spiel normal vor Zuschauern stattfinden lässt“, meinte TFV-Präsident Geisler stellvertretend zur Situation. Damit erübrigt sich auch eine Beschwerde der Salzburger Austria vor dem Rechtsmittelsenat des Österreichischen Fußballbundes. Die Violetten hatten sich darin gegen eine Entscheidung des bewerbsführenden Vorarlberger Fußballverbands gewehrt, der dem Ansuchen auf ein Spiel ohne Fans zunächst stattgegeben hatte.

Im jüngsten Bundesliga-Heimspiel hatten Wacker-Anhänger ihrem Unmut über die Entscheidung bereits in Form von Spruchplakaten Ausdruck verliehen („Vorstand+Verband haben einen Knall“), auf Seiten der Gäste waren gar Mutmaßungen angestellt worden: „Mit dem [...] Beschluss ist eine massive Wettbewerbsverzerrung verbunden. Die Unterstützung seiner zahlreichen Fans und Anhänger ist ein entscheidender Faktor auch für den sportlichen Erfolg des SV Austria Salzburg.“ Man wäre beim West-Derby am 12. April jedenfalls nur „unter Protest“ angetreten.

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