Tourismusverband will innovative Ideen belohnen

Der TVB Silberregion Karwendel präsentierte seine überarbeiteten Förderrichtlinien. Wichtigste Neuerung ist die Innovationsförderung.

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Von Angela Dähling

Kolsassberg –Welche Projekte subventioniert der TVB Silberregion Karwendel unter welchen Voraussetzungen? Das können die Mitglieder des Tourismusverbandes in den Förderrichtlinien nachlesen. „Wir haben die bisherigen überarbeitet und ergänzt und möchten sie bekannter machen“, erklärte Obmann Peter Unterlechner Dienstag beim Pressegespräch in der Schnapsbrennerei Rossetti in Kolsassberg. 60.000 Euro Förderung stehen für Infrastrukturelles, 20.000 Euro für Marketingmaßnahmen zur Verfügung. Der Internetauftritt der Betriebe habe dabei Priorität, da er buchungsentscheidend sei. „Wir stellen Geld für einen Web-Coach zur Verfügung“, informiert TVB-Vorstand Resi Streiter.

Den größten Fördertopf stellt mit jährlich 70.000 Euro jener für Veranstaltungen dar. „Dass der TVB jedes Platzkonzert fördert – bisher mit 350 Euro, jetzt mit 400 Euro – wissen viele nicht. Das soll sich ändern“, betont Streiter. In Planung ist ein Veranstaltungskalender, in dem nicht nur tourismusrelevante Termine stehen, sondern auch Firmeneröffnungen und Vereinsveranstaltungen. „Jeder kann hier seinen Termin bekannt geben. Es soll so auch die Region zusammengeschweißt werden“, erläutert Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Mair. Laut TVB-GF Markus Schmidt sei an einen monatlich erscheinenden Folder gedacht, der an alle Haushalte der Silberregion gehe. Wo hierfür die Fäden zusammenlaufen werden, gelte es noch abzuklären.

Als wichtigste Neuerung deklarierte Obmann Unterlechner die Einführung einer Innovationsförderung. Touristisch attraktive mehrtätige Programme – vor allem für den Herbst und im Advent – sollen nach Konzeptbesprechung und eines Ideenwettbewerbs mit einer Einmalzahlung belohnt werden. Als Veranstalter werde der TVB hier allerdings nicht auftreten. Damit auch Reiseveranstalter das Angebot aufnehmen können, geht es heuer um Konzepte, die 2015 umgesetzt werden.

„Im Advent nächtigen viele Gäste in unserer Region, aber sie besuchen die Weihnachtsmärkte in Rattenberg, Hall und Innsbruck“, erklärt Streiter. Es sei erwiesen, dass der Schwazer Weihnachtsmarkt touristisch nicht relevant sei.


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