Mann tötete Schaf: Österreicherin reicht Scheidung ein

Das Scheidungsverfahren nach dem Schaf-Mord soll Ende des Jahres in London weiterverhandelt werden. Zuletzt forderte die 70-jährige Frau fast eine halbe Millionen Euro Unterhalt von ihrem Noch-Ehemann.

London/Wien – Weil ein 68 Jahre alter Geschäftsmann das Schaf seiner österreichischen Ehefrau getötet haben soll, hat die 70-Jährige in London nach 43 Jahren Ehe die Scheidung eingereicht. Das berichtete die britische Tageszeitung „Daily Mail“ am Dienstag in ihrer Onlineausgabe. Zu dem Vorfall war es demnach im Juni 2013 in einem Haus der beiden in Südfrankreich gekommen. Bei der Scheidung geht es um viel Geld.

Zur Nationalität des Ehemannes machte die Zeitung keine Angaben, er sei aber jedenfalls kein Brite. Der 68-Jährige, der eine Leidenschaft für das Schießen und gute Weine haben soll, hatte laut Richter Justice Mostyn den Schafbock im Zuge eines angeregten Streits getötet. Das habe zu einem nicht mehr lösbaren Ehekrach geführt. Die 70-Jährige hatte das Schaf als Haustier gehalten.

Ehefrau will 475.000 Euro Unterhalt

Das Paar lebte zeitweise in England, Frankreich, Österreich und dem Libanon. Der 68-Jährige soll laut „Daily Mail“ ebenfalls die Scheidung eingereicht haben, das aber in Österreich, weil er sich dort ein besseres finanzielles Ergebnis für sich erhoffte. Die Frau forderte in Großbritannien nämlich 393.000 Britische Pfund (475.000 Euro) pro Jahr als Unterhalt von dem Geschäftsmann, darunter 70.000 Pfund für Reisen, 24.000 für Kleidung und 18.000 für Essen in Restaurants. Der Richter errechnete dagegen, dass der Österreicherin rund 170.000 Pfund (200.000 Euro) als Unterhalt zustünden. Der Fall soll im Dezember in London weiterverhandelt werden. (APA)

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