Hadzic schießt Sturm ins ÖFB-Cup-Halbfinale

Die Grazer durften sich über den ersten Sieg gegen die Admira nach sechs Partien freuen.

Maria Enzersdorf - Sturm Graz ist als erster Club ins Halbfinale des Fußball-ÖFB-Cups eingezogen. Die Grazer setzten sich am Dienstag in der BSFZ-Arena in Maria Enzersdorf gegen den Bundesliga-Konkurrenten Admira Wacker Mödling dank eines Tors von Anel Hadzic (50.) knapp mit 1:0 (0:0) durch und stehen erstmals seit der Saison 2009/10 in der Vorschlussrunde. Damals holten die Steirer in der Folge auch den Titel.

Die Grazer durften sich über den ersten Sieg gegen die Admira nach sechs Partien sowie seit dem 10. November 2012 (2:1 in der Südstadt) freuen. Zuletzt hatte es erst am Samstag im direkten Meisterschaftsduell in der Grazer UPC-Arena ein 1:1-Remis gegeben. Im Cup setzten die Steirer ihre Erfolgsserie gegen die Admira fort, dort hatten sie auch schon in den jüngsten beiden Duellen am 30. März 2010 (Viertelfinale/1:0 nach Verlängerung) und am 26. Oktober 2011 (Achtelfinale/3:1) die Oberhand behalten.

Den Grazern könnte nun eventuell schon ein weiterer Sieg reichen, um sich ein Europacup-Ticket zu sichern. Sollte nämlich Meister Salzburg den Cup gewinnen, darf der Finalist fix in der Europa-League-Qualifikation antreten. Die „Bullen“ treffen im letzten Viertelfinale am 16. April auswärts auf den WAC. Tags zuvor misst sich Horn mit dem Regionalliga-Ost-Vertreter Amstetten und Ried mit St. Pölten. Das Halbfinale wird am 20. April ausgelost, Spieltermine sind 6./7. Mai. Das Finale geht am 18. Mai in Klagenfurt über die Bühne.

Admira ohne Zwierschitz und Weber

Die Admira musste ohne die beiden verletzten Außenverteidiger Stephan Zwierschitz und Thomas Weber auskommen, dafür wurde Kapitän Richard Windbichler völlig überraschend fit und konnte auch der zuletzt angeschlagene Christoph Schösswendter im Abwehrzentrum einlaufen. Die neu formierte Abwehr stand vor der Pause bombensicher, das hatte aber auch damit zu tun, dass die Grazer abwartend agierten und kaum gefährlich wurden. Einzige Ausnahme war eine Einzelaktion von Florian Kainz, die er mit einem Schuss aus rund 20 Metern knapp neben das Tor abschloss (45.).

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Die Admiraner kontrollierten das Geschehen, machten den besseren Eindruck und hätten auch in Führung gehen können. Vor allem Benedikt Pliquett verhinderte allerdings mit guten Paraden einen Rückstand der Grazer. Der Deutsche rettete bei einem Domoraud-Abschluss mit dem Fuß zur Ecke (6.), hatte mit einem schwachen Windbichler-Kopfball aus guter Position keine Mühe (18.) und musste bei zwei Schüssen von Stefan Schwab (24., 27.) sein Können aufbieten. Nach der ersten halben Stunde flaute die zu Beginn flotte Partie ab.

Blitzstart nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel legten die Grazer zur Freude der mehr als 1.000 mitgereisten Anhänger einen Blitzstart hin. Nach schöner Aktion über die linke Seite über Florian Kainz und Christian Klem konnte Hadzic nach einem Idealzuspiel aus 14 Metern unbedrängt einschießen (50.). Admira-Goalie Manuel Kuttin war noch leicht dran, konnte aber nicht mehr entscheidend abwehren. Die Gastgeber waren nur ganz kurz geschockt und in der Folge bei einsetzendem starken Regen weiter überlegen. Unmittelbar nachdem Sturms Robert Beric drübergeschossen hatte (64.), musste sich Pliquett im Duell mit Rene Schicker auszeichnen (65.).

Je länger die Partie allerdings dauerte, umso mehr waren die Hausherren gezwungen aufzumachen, und die Grazer nutzten den Platz zum Kontern. Kuttin musste sich bei einem Offenbacher-Freistoß (74.), einem Beric-Kopfball (79.) und einem Beichler-Abschluss (83.) dreimal auszeichnen. Zudem rettete Windbichler bei einem Beric-Schuss auf der Linie (87.). Der Sieg der Grazer war deshalb am Ende durchaus verdient, sie blieben auch im vierten Cupspiel in der laufenden Saison ohne Gegentreffer. (APA)


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