Neue Leaderregion ist auf Schiene

Die Leaderregion Pillerseetal-Leogang hat aufgestockt: 13 Gemeinden und acht Institutionen gehören nun dazu. Einen provisorischen Namen gibt es bereits, gearbeitet wird an der Strategie für die neue Periode.

© TVB Pillerseetal

Von Verena Hofer

Hochfilzen –Jetzt ist es amtlich, am Dienstagabend wurden bei der Mitgliederversammlung vom Regionalmanagement Pillerseetal-Leogang weitere Gemeinden und Institutionen aufgenommen. Insgesamt bilden nun 13 Gemeinden und acht Institutionen die geplante Leaderregion. Abgehalten wurden auch Neuwahlen (siehe Box rechts). Mit der endgültigen Zusage für die neue Förderperiode ist aber erst in einem Jahr zu rechnen. Nun gilt es, gemeinsame Projekte zu entwickeln, um die Strategie für 2014–2020 festzulegen.

Gefunden wurde bereits ein provisorischer Name. Der Verein nennt sich „Pillerseetal-Leukental-Leogang“. Der Hintergrund ist, dass das Pillerseetal bei Leader sehr bekannt und seit 1998 dabei ist. „Daher ist es nicht gut, einen komplett neuen zu entwickeln“, schildert Geschäftsführer Stefan Niedermoser. Das Leukental kommt vom Planungsverband, da auch dieser so genannt wird. Dazu gehören die Gemeinden entlang der Großache von Jochberg bis Kirchdorf, inklusive Reith. „Erst im Herbst wissen wir, ob der Name bleibt“, erklärt Niedermoser.

In der vergangenen Förderperiode sind 87 Projekte verwirklicht worden, abgeschlossen sind 68. „Die 19 laufenden Projekte werden noch heuer abgerechnet“, sagt Niedermoser. Die gesamten Projekte kosteten 10,25 Millionen Euro, die EU förderte davon rund 4,6 Millionen Euro. Auch wenn die Zahl von sechs auf 13 Gemeinden und die Institutionen von zwei auf acht steigen, wird sich das nicht auf die Fördersumme auswirken. „Es ist ein ganz neues Projekt, wir können die beiden nicht vergleichen“, erklärt Niedermoser und ergänzt, dass nach Schätzungen zwischen 4,5 bis 5 Millionen Euro an die neue Region ausgeschüttet wird. Für Leaderprojekte gibt es zwischen 3 – 3,5 Millionen Euro und für andere weiter 1 – 1,5 Millionen Euro. Dies orientiert sich auch an den Zahlen der abgeschlossenen Periode. In dieser wurden mehr als zwei Drittel als Leaderprojekte durchgeführt, ein Drittel bildeten andere.

Die Schwerpunkte für die kommenden Jahre werden auf die drei Säulen Steigerung der Wertschöpfung, natürliche Ressourcen und das Gemeindewohl gelegt. Dazu gehört die Idee eines gemeinsames Radweges, die Geschichte des Bergbaus in der Region aufzuarbeiten, aber auch Natur- und Ökosysteme zu schützen, diese aber trotzdem zugänglich zu machen. Ein Beispiel wäre dafür die Großache. „Wir können einzelne Punkte setzen, unsere Hauptaufgabe ist aber die Kommunikation untereinander und das Absprechen“, erklärt Niedermoser. Insgesamt muss der Strategieplan so breit wie möglich, aber trotzdem konkret formuliert werden. Die groben Eckpfeiler wurden entwickelt, jetzt werden in kleineren Gruppen Projekte erarbeitet. Die Entscheidung über die Aufnahme zur Leaderregion fällt im April 2015.

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