Der große Run auf die Sommerjobs

Wer in den Sommermonaten noch einen Job ergattern will, sollte sich beeilen: Der Wettlauf um die letzten freien Stellen ist im Gang. Die Ferialjob- und Praktikabörse des „InfoEck – Jugendinfo Tirol“ hilft bei der Suche.

Symbolfoto
© Stockbyte

Von Elke Ruß

Innsbruck –Die einen wollen Geld für Urlaub oder Mopedkauf verdienen, die anderen brauchen im Rahmen ihrer Schulausbildung ein Pflichtpraktikum. In jedem Fall ist es allerhöchste Eisenbahn, sich aktiv nach einem Sommerjob umzusehen, weiß Katharina Nothdurfter von der Jobbörse des Vereins „InfoEck – Jugendinfo Tirol“: Das Rennen um die besten Sommerjobs wird spätestens im Herbst eröffnet. „Jetzt sind es schon eher Last-minute-Jobs. Aber wir haben noch über 100 Stellen auf der Plattform.“

Tipps zum Ferialjob

Legal arbeiten dürfen Jugendliche ab 15 bzw. nach Vollendung der Schulpflicht. Ferialangestellte und -arbeiter haben Anspruch auf Entgelt und sind vollversichert. Bei Ferialpraktikanten und Volontären steht das Lernen vor dem Verdienst, sie sind nur unfallversichert.

Die Börse des „InfoEck“ für Ferialjobs und Praktika findet sich unter www.mei-infoeck.at/ferialstellenboerse. Sie bündelt Angebote von AMS, Wirtschaftskammer Tirol und Landesdienst.

Broschüre: Tipps für die Bewerbung, Adressen für die Jobsuche und vieles mehr bietet die Broschüre „Ferienjob- und Nebenjob-Suche“ unter http://bit.ly/1kK6XxW, sie liegt auch im „InfoEck“ auf: Kaiser-Josef-Str. 1, 6020 Innsbruck, Tel. 0512/571799.

In der Arbeiterkammer hilft die Jugendabteilung: Tel. 0800/22 55 22 1566 (kostenlose Hotline), E-Mail: jugend@ak-tirol.com. Rechtliche Infos und eine Checkliste gibt es unter http://bit.ly/1g6MDUe.

Im Tourismusland Tirol ist das Angebot in dieser Branche naturgemäß am größten. „Man kann auch im Bereich Handel, Verkauf, Technik etwas finden, hat dabei aber vielleicht mehr Bedarf an Eigeninitiative und mehr Arbeit“, weiß Nothdurfter. Dabei sollte man auch nicht nur an die großen Unternehmen wie Post oder Lebensmittelketten denken. „Gerade dort muss man sehr früh dran sein.“

Legal arbeiten darf man mit 15 bzw. vollendeter Schulpflicht. „Was kann ich mir vorstellen und was nicht?“ – Das sei die Grundfrage, die sich jeder vorab stellen sollte. Hilfreiche Quellen bei der Suche können der Familien- und Bekanntenkreis ebenso sein wie die Printmedien, das Branchenverzeichnis und einschlägige Online-Portale. In der Jobbörse der ÖH in Tirol etwa finden sich zwar primär Nebenjobs, aber „immer wieder auch Ferialjobs“, weiß die Beraterin. Um leere Kilometer zu sparen, sollte man vor der Bewerbung nachfragen, ob die Stelle tatsächlich noch frei ist.

Stichwort Bewerbung: Die „klassische“ Form von heute erfolgt per E-Mail. Idealerweise umfasst sie das Bewerbungsschreiben, ein Motivationsschreiben und Lebenslauf (oft mit Foto), teils auch das Schulzeugnis. „Wer schon Erfahrungen gesammelt hat, kann das Arbeitszeugnis beilegen“, rät Nothdurfter. „Manche Firmen verlangen auch nur Bewerbungsschreiben und Lebenslauf.“

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Wie man eine Bewerbung verfasst, würden die meisten in der Schule lernen. Wichtige Punkte seien jedenfalls korrekte Rechtschreibung und richtiger Ansprechpartner, auch den Betreff sollte man nicht vergessen – und eine passende E-Mail-Adresse. „Etwas wie Hasi024 ist nicht geeignet, am besten hat man eine Adresse mit Vor- und Zuname“, sagt Nothdurfter. Wichtig sei nicht zuletzt, das Inserat „genau anzuschauen: Was will der?“ Sicherheitshalber sollte man die Bewerbung vor dem Abschicken von jemandem gegenlesen lassen.

Das „InfoEck“ hilft übrigens nicht nur mit Tipps, sondern stellt bei Bedarf auch Infrastruktur wie PC, Scanner, Drucker zur Verfügung.

Innerhalb von ein bis zwei Wochen nach der Bewerbung könne man nachfragen, wie die Chancen stehen – und mit Glück einen Termin für ein Bewerbungsgespräch vereinbaren.

Wie schick man sich dafür machen muss, hängt von der Branche ab. „Geht es um einen Promotionjob oder um Greenpeace?“, nennt Nothdurfter als Beispiel. „Wichtig ist, dass man sauber kommt, nicht mit Kaugummi, das Handy ausschaltet, auf Fragen eingeht, Blickkontakt sucht und ein bisschen Initiative zeigt“, lauten ihre Tipps.

Wer genommen wird, muss einen Vertrag bekommen, der wichtige Fragen wie Arbeitszeit, Entgelt und Versicherung regelt (Link zur Checkliste im Kasten). Zur sofortigen Unterschrift sollte sich aber niemand drängen lassen. „Es ist legitim, den Arbeitsvertag mitzunehmen, um ihn den Eltern zu zeigen, bevor man unterschreibt“, betont Nothdurfter. Um zu klären, ob die Bezahlung stimmt, kann man bei der AK nach dem Kollektivvertragslohn fragen – und alle Klauseln von der AK-Jugendabteilung prüfen lassen. Ratsam sind auch tägliche Arbeitsaufzeichnungen – so ist man im Streitfall gewappnet.


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