Ab Oktober wird Landeck zur Studentenstadt

Professoren der Uni Innsbruck und UMIT Hall haben das dreijährige Bachelor-Studium vorgestellt. Rege Anfragen für Studienplatz ab 1. Oktober.

Von Helmut Wenzel

Landeck –„Wir machen einiges mehr, als im Studienplan vorgesehen ist“, bemerkte Gottfried Tappeiner, Professor für Volkswirtschaft an der Uni Innsbruck, am Mittwoch bei der Präsentation des Land­ecker Bachelor-Studiums. „Neugierige Leute mit eigenem Kopf und eigenen Ideen sollen das akademische Werkzeug für alpinen Sport- und Gesundheitstourismus bekommen.“

Die Idee zum sechssemestrigen Bachelor-Studium für Wirtschaft, Gesundheit, Sport und Tourismus – so der offizielle Titel – haben LH Günther Platter und LR Bernhard Tilg erstmals im Februar 2013 vorgestellt. Inzwischen wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Ein Team der Uni Innsbruck und UMIT Hall hat gestern den Studienplan in gedruckter Form vorgelegt. Die Studierenden dürfen sich ab 1. Oktober mit Fächern wie Volks- und Betriebswirtschaft, Dienstleistungsmarketing, Präsentationstechnik und Controlling befassen.

„Das Fach Recht ist eigens ausgearbeitet worden. Behandelt werden möglichst anwendungsorientierte Fälle“, hob Tappeiner hervor. „Die abschließende Bachelor-Arbeit soll praxisnah sein.“ Er sei überzeugt, dass die Region interessante ganzjährige Jobs für die Absolventen biete.

Er halte das Studium samt beruflicher Perspektiven für einen Beitrag, die hohe Auspendlerquote im Bezirk zu dämpfen, sagte Wirtschaftskammerchef Toni Prantauer: „Nach unseren Erhebungen werden gut ausgebildete Mitarbeiter zum Beispiel für touristische Markterschließung und Destinationsmarketing benötigt.“ Mit acht Millionen Nächtigungen und 44.000 Einwohnern sei der Bezirk der „Tourismusweltmeister“.

Rektor Tilmann Märk von der Uni Innsbruck betonte, das Studium sei auf die Bedürfnisse der Region zugeschnitten. Die Uni werde sich bestmöglich einbringen. Für die UMIT hob Rektorin Christa Them den Aspekt der Regionalentwicklung sowie die Chance auf hochwertige Arbeitsplätze hervor. Bisher habe man rund 80 Anfragen für einen Studienplatz.

Studienort ist das Haus der Landecker Wirtschaftsschulen (HAK, HAS und HLW). Man sei räumlich und organisatorisch startklar, sagte Direktor Reinhold Greuter.


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