Kasse verordnet Beruhigung

Die Tiroler Gebietskrankenkasse will im Konflikt um die Eröffnung einer Apotheke in der Wildschönau vermitteln.

Wildschönau –Jetzt schaltet sich auch die Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) in die Debatte um die Eröffnung einer Apotheke in der Wildschön­au ein. Wie berichtet, drohen wegen Verlustes ihrer Hausapotheke zwei praktische Ärzte mit der Schließung ihrer Ordinationen. Apotheker- und Ärztekammer waren sich deswegen schon arg in die Haare geraten. Die Führung der TGKK setzte beim Besuch in der Wildschönau auf Deeskalation. Obmann Werner Salzburger und Direktor Arno Melitopulos sprachen mit Bürgermeister Rainer Silberberger und den betroffenen Ärzten Meinhard Heitzinger und Michael Bachmann über die Sicherstellung der Versorgung in der Region. Für Werner Salzburger haben in der Auseinandersetzung „die Interessen der Versicherten absolute Priorität“. Es bestehe ein wechselseitiges Verständnis über die Versorgungssituation. In den Gesprächen wurden mögliche Optionen für die Sicherstellung der Versorgung der Wildschönau diskutiert – diese müssen aber erst gemeinsam mit der TGKK­ geprüft werden. Direktor Arno Melitopulos plädiert angesichts der schwierigen Situation für ein Miteinander statt Gegeneinander: „Es wird die Anstrengungen aller Verantwortlichen in Tirol in ihren Zuständigkeitsbereichen brauchen.“ Die beiden Wildschönauer Ärzte fanden bei den Experten der Gebietskrankenkasse Gehör. Es könne nicht sein, dass man durch ein System, das in Wien gemacht wurde, die ärztliche Grundversorgung eines Tales gefährdet. Spannend dürfte auf alle Fälle der 6. Mai 2014 werden, dort ist ein großes Forum mit der Tiroler Tageszeitung in der Sporthalle der HS Oberau in Planung. (ts, TT)


Kommentieren


Schlagworte