Ive stärkt Einfluss: Führender Software-Designer geht in Pension

Greg Christie, der seit Jahren als Chef für „Human Interface“ die Bedienung von iPhone und iPad entscheidend prägte, wird in diesem Jahr in Ruhestand gehen. Designchef Jony Ive wird künftig das Aussehen der Software noch mehr beeinflussen.

Apple hat in einem Patentstreit mit der Universität Wisconsin den Kürzeren gezogen.
© REUTERS/Brian Snyder

Bangalore - Der Erfinder zahlreicher iPhone-Funktionen, Greg Christie, verlässt Apple. Auf den Software-Designer gehen fast 100 Patente zurück, wie das „Wall Street Journal“ am Donnerstag weiter meldete. Christie war für die Gestaltung der Benutzeroberfläche verantwortlich. Mit dem Rückzug des führenden Entwicklers wird Apples Chefdesigner Jony Ive nun auch zum unangefochtenen starken Mann beim Software-Design. Er wird Produkten des Konzerns künftig noch stärker seinen Stempel aufdrücken.

Zwischen Ive und Christie habe es gelegentlich Differenzen beim Software-Design gegeben, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Ive hatte die Entwicklung des aktuellen Mobil-Systems iOS 7 mitgeprägt und ihm eine ganz neue, minimalistische Optik verpasst. Einigen Nutzern fiel es schwer, sich an das neue Aussehen zu gewöhnen. Nach Angaben von Apple sind inzwischen allerdings 87 Prozent der aktiven iPhone-Anwender auf iOS 7 umgestiegen.

Die Differenzen zwischen Ive und Christie hätten nicht zum Abgang des Software-Entwicklers geführt, hieß es in Medienberichten unter Berufung aus Firmen-Insider. Zuvor war darüber spekuliert worden.

Christie, der seit 18 Jahren bei Apple ist, hatte erst vor wenigen Tagen im zweiten kalifornischen Patent-Prozess von Apple und Samsung ausgesagt. Er erfand unter anderem den Schiebe-Regler für das Entsperren des Bildschirms beim ersten iPhone. Das ist eines der Patente, deren Verletzung Apple dem südkoreanischen Rivalen vorwirft. (dpa, Reuters)

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