Gericht entscheidet: Hausarrest oder Sozialdienst für Berlusconi

In Mailand entscheiden heute zwei Richterinnen, wie Ex-Premier Silvio Berlusconi seine Strafe wegen Steuerbetrugs verbüßen muss. Entweder wird er für neun Monate unter Hausarrest gestellt oder er muss Sozialdienst leisten.

Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi wurde rechtskräftig verurteilt.
© Reuters/ALESSANDRO BIANCHI

Rom - Ein Mailänder Gericht berät am Donnerstag ab 17.00 Uhr über den Antrag auf Sozialdienst, den der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi als alternative Maßnahme zum Hausarrest eingebracht hat. Der konservative Politiker und Unternehmer war in der Affäre um seinen Medienkonzern Mediaset zu einem Jahr Haft verurteilt worden.

Aufgrund seines Alters muss der 77-Jährige die Strafe nicht im Gefängnis verbüßen, sondern kann sie in Form von Hausarrest oder Sozialarbeit ableisten. Die Mailänder Justiz muss daher darüber entscheiden, in welcher Einrichtung er seinen Sozialdienst verrichten soll.

Bis das Gericht die endgültige Entscheidung fällt, könnten allerdings noch einige Tage vergehen. Berlusconi solle ein Jahr Sozialdienst in einer Anstalt für behinderte Senioren leisten, schlugen die Mailänder Justizbehörden dem Vorsitzenden des Gerichts vor.

Berlusconi klagte, dass er wegen seiner Justizprobleme nicht für seine Mitte-Rechts-Partei Forza Italia in den Wahlkampf für die EU-Wahlen im Mai ziehen kann. „Die Linke will mich mit der Unterstützung der Justiz daran hindern, die Wahlkampagne zu führen“, klagte der Ex-Premier. (APA)


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