Blockade bei den Radfelder Schotterbergen ist geplant

Die riesige Schotterdeponie und eine künftige Lagerstätte für Abfallprodukte sorgen bei den Radfeldern weiter für Unmut.

Von Walter Zwicknagl

Radfeld –Ein Dorn im Auge ist den Radfeldern nach wie vor die riesige Schotterdeponie im Westen des Ortes. „Hier scheint sich relativ wenig zu ändern“, ärgert sich Norbert Wolf von der Umweltplattform Tiroler Unterland. Schreiben an Politiker und Behörden hat er schon viele verfasst, der erwünschte Erfolg blieb aber aus. „Eigentlich hatten wir für die Karwoche eine Blockade der Bundesstraße auf Höhe der Einfahrt zu den Schotterbergen geplant. Nach einem Gespräch mit Bezirkshauptmann Christian Bidner, der für unsere Sorgen ein offenes Ohr hat, haben wir dieses Vorhaben auf einen späteren Zeitpunkt zurückgestellt. Wir möchten im gegenwärtigen Ermittlungsstadium die Behördenverfahren nicht behindern“, berichtet Wolf. Er spricht von einer Deponiefläche von mehr als 70.000 Quadratmetern, die nun schon seit mehr als zehn Jahren besteht. Und im Nachsatz: „Wir haben nach vielen Vertröstungen die Nase voll. In unseren Überlegungen stand auch ein Protestmarsch über die sogenannten Radfelder Vorberge – und dies mit Seil und Pickel ausgestattet. Aber da hätten wir wohl Probleme mit den Grundeigentümern und Nutzern bekommen.“

Eindeutig ist auch seine zweite Forderung in einem Schreiben samt Unterschriftenlisten, die im März an den Präsidenten und die Mitglieder des Tiroler Landtages gingen: „Der Tiroler Landtag möge sich gegen die Genehmigung der geplanten Errichtung einer Deponieanlage, in der jährlich 11.000 Tonnen gefährliche und nicht gefährliche Abfälle gelagert werden sollen, aussprechen bzw. diese hinausschieben, bis die nur 800 Meter entfernte Deponie ihren Betrieb eingestellt hat“, schlägt Wolf auch in einem Schreiben an die Umweltabteilung vor. Und er spricht wieder die unzumutbare Staubbelastung bei den „Radfelder Vorbergen“, wie die Deponie im Volksmund längst heißt, an. Die Erweiterung einer bestehenden Anlage am Maukenwald, die ein Strasser Unternehmen betreibt, und die Schotterdeponie liegen nur 800 Meter auseinander. „Einmal muss es genug sein“, stellt Norbert Wolf fest. Dass durch die neu geplante Deponie eine bislang unberührte landwirtschaftliche Kulturfläche beansprucht werden soll, treibt dem engagierten Umweltkämpfer die Zornesröte ins Gesicht. „Ich werde an diesen Dingen aber dranbleiben“, verspricht Wolf.

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