Tausche Dose gegen Abenteuer

Innsbruck – Ein bisschen müde wirken die drei Innsbrucker Studierenden schon. „Richtig schlafen konnten wir schon lange nicht mehr“, gibt Ca...

© Dapré

Innsbruck –Ein bisschen müde wirken die drei Innsbrucker Studierenden schon. „Richtig schlafen konnten wir schon lange nicht mehr“, gibt Carmen Sommer zu. Die 23-Jährige tritt mit Robert Wolf (26) und Irina Bindlechner (22) gegen 99 andere Teams aus der ganzen Welt an. Das Ziel des so genannten „Can you make it?“-Wettkampfes: Ohne Geld, dafür mit Dosen eines österreichischen Energy-Drink-Herstellers als Tauschmittel am Freitag um 17 Uhr unter dem Brandenburger Tor in Berlin zu stehen. Dabei müssen bestimmte Städte als „Checkpoints“ passiert werden. Mit auf der Liste: Innsbruck.

Und ihre Heimatstadt konnten die drei am Dienstagabend abhaken. „Wir sind am Bodensee festgesteckt und mussten über Zürich nach Innsbruck. Da haben sich drei Männer, die wir in einer Bar getroffen haben, spontan bereit erklärt, uns mit dem Auto in die Schweiz zu fahren“, erklärt Carmen. „Morgen geht’s weiter nach München, Leipzig und Hamburg. Wenn alles rund läuft, sind wir am Freitag in Berlin.“ Das hoffen natürlich auch die Konkurrenz-Teams. Gestartet wurde vergangenen Freitag von London, Paris, Wien oder Mailand aus. Es gilt, mindestens sechs der insgesamt 30 Checkpoints zu erreichen. „Wir haben von allen Teams bisher die meisten Checkpoints und Länder erreicht“, sagt Carmen stolz. Dabei sind sie völlig auf das Entgegenkommen fremder Menschen angewiesen: „Die Leute sind wirklich nett und helfen uns fast immer aus“, sagt die 23-Jährige.

Damit der Wettkampf nicht zum Spaziergang wird, haben die Veranstalter ein paar Hürden eingebaut: Gehen einem Team die Dosen aus, kann es seinen Vorrat an jedem Checkpoint auffüllen. Fürs Erreichen gibt es zwölf Dosen, will man weitere zwölf, muss man eine Aufgabe lösen. In Innsbruck gilt es, die Nordkette zu erklimmen und auf dem Hafelekar ein Foto mit einem Berlin-Wegweiser zu schießen. (dap)


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