Raumordnung heiß diskutiert

Aschau i. Z. – „Wir bekommen zu spät Unterlagen, werden nicht eingebunden und eine breite Information für die Gemeindebürger wird, wo immer ...

Aschau i. Z. –„Wir bekommen zu spät Unterlagen, werden nicht eingebunden und eine breite Information für die Gemeindebürger wird, wo immer es geht, vermieden.“ So lautete die Kritik eines unter den Zuhörern anwesenden Gemeinderates beim Informationsabend zum Thema Raumordnung am Mittwochabend in Aschau. Dazu hatte die Bezirksgruppe der Schwazer Grünen gemeinsam mit dem Aschauer GR Günther Gruber geladen.

Als unabhängiger Experte stellte sich Ingenieur Friedrich Rauch von der Firma Planalp den Fragen des Publikums, in dem sich zahlreiche Gemeinderäte aus den umliegenden Orten befanden. „Im Zillertal ticken die Uhren anders, wenn es um Bürgerbeteiligung und Transparenz geht“, kritisierte ein Gemeindebürger aus Stumm. Gefordert wurden klarere Vorgaben des Landes und durchsetzbare Sanktionen, wenn jemand gegen die Raumordnung oder die Bauordnung verstößt. „Manche sind einfach gleicher und werden für ihre Unverfrorenheit auch noch belohnt“, brachten es Anwesende auf den Punkt.

Friedrich Rauch betonte, dass die Bürgermeister bei Raumordnungsfragen unter großem Druck stünden, den Dorffrieden zu bewahren. „Das ist bei zahlreichen Einzelinteressen nicht einfach. Noch dazu wo Grundpreise und Nachfrage nach Baugrund steigen und der Boden knapper wird“, betonte Rauch. Naturgefahren würden zusätzliche Maßnahmen nötig machen. Das Haftungsausmaß für Gemeinderäte und Bürgermeister könne enorm sein, erklärte Rauch.

Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig erinnerte daran, dass politische Entscheidungen in der Gemeindestube fallen und nicht bei der Aufsichtsbehörde. Darüber, dass es bei so wichtigen Themen wie der Raum- und Bauordnung unerlässlich sei, im Sinne des Allgemeininteresses zu handeln und daher alle Gemeinderäte gut informiert sein müssen, waren sich alle einig. (TT)


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