Regierung und Opposition führen Schlichtungsgespräche

Der Präsident empfing die Gegenseite und versprach eine „friedliche Koexistenz“.

Caracas– Nach zwei Monaten der blutigen Auseinandersetzungen verhandeln Regierung und Opposition in Venezuela über eine friedliche Beilegung des Konflikts. Staatschef Nicolás Maduro empfing am Donnerstagabend (Ortszeit) Vertreter der Opposition im Präsidentenpalast. „Wir suchen hier ein Modell für friedliche Koexistenz“, sagte Maduro zu Beginn der Gespräche.

Der Generalsekretär des gemäßigten Oppositionsbündnisses MUD, Ramón Guillermo Aveledo, forderte die Freilassung der festgenommenen Demonstranten und warf der Regierung vor, die Bürgerrechte der Venezolaner zu beschneiden. Die radikalen Regierungsgegner boykottierten das Treffen.

Bei Auseinandersetzungen zwischen Regierungsanhängern, Oppositionellen und Sicherheitskräften sind seit Mitte Februar rund 40 Menschen ums Leben gekommen. Der Protest der Opposition richtet sich gegen Versorgungsengpässe, die schlechte Sicherheitslage und den autoritären Regierungsstil. Präsident Maduro wirft den Demonstranten hingegen vor, seine Regierung stürzen zu wollen. (APA/dpa)

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