Weltmeisterliche Palmlatten aus Imst

Imst – Seit 2000 Jahren wird am Palmsonntag an den Einzug Jesu in Jerusalem gedacht. Das Volk streute ihm Palmzweige als Zeichen der Königsw...

Imst –Seit 2000 Jahren wird am Palmsonntag an den Einzug Jesu in Jerusalem gedacht. Das Volk streute ihm Palmzweige als Zeichen der Königswürde und des Friedens. Heute ist der Palmsonntag einer der beliebtesten kirchlichen Feiertage.

In Imst wird der Brauch der Palmlatten besonders hochgehalten. Auf den Palmsonntag freuen sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Burschen der Stadt. Sie können es kaum erwarten, die kunstvoll gebundenen Palmlatten bei der Prozession über den Kalvarienberg zu tragen.

Schon Tage zuvor schmücken sie die Stangen mit Palmkätzchen, Weidenzweigen, Bändern und Brezen. Die Kunst des Palmlattenbindens wird von Generation zu Generation weitergegeben. Der Höhepunkt jedes Palmsonntags ist jedoch die Ermittlung der längsten Palmlatte. Drei bis fünf Gruppen von jungen Burschen rittern um den Sieg. 35 Meter Lattenlänge sind keine Seltenheit. Nur, die Latten werden nicht auf dem Boden gemessen. Sie müssen dreimal aufgestellt werden: vor der Pfarrkirche während der heiligen Messe, vor der Pestkapelle am Kalvarienberg und dann wieder vor der Pfarrkirche. Und beim Aufstellen passiert es öfters: Die Palmlatten brechen ab und so mancher sicher geglaubte Sieger scheidet aus. Zwanzig Minuten hat die Gruppe dann noch Zeit, um die Palmlatte zu reparieren. Unter anderem ist die Zebisch-Gruppe schon rund 20-mal dabei. Unter großem Applaus verkündet der Bürgermeister jedes Jahr den Sieger. (peja, TT)


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