Pointners Aus besiegelt: „Auffassungsunterschiede zu groß“

In einer Presseaussendung bestätigte Alexander Pointner das Ende der Zusammenarbeit mit dem ÖSV.

Cheftrainer Alexander Pointner verlässt den ÖSV.
© gepa

Innsbruck – Wie die Tiroler Tageszeitung bereits in ihrer Freitagsausgabe berichtete, gehen Skisprungtrainer Alexander Pointner und der Österreichische Skiverband (ÖSV) künftig getrennte Wege. Dies bestätigte Pointner in einer persönlichen Aussendung. Der Innsbrucker erklärte, die Auffassungsunterschiede in den jüngsten Gesprächen mit dem ÖSV seien zu groß gewesen. Unter Pointner hatten die ÖSV-Skispringer dreimal Olympia-Gold, zehn WM-Titel und vier Weltcup-Gesamtsiege geholt.

Der Erfolgscoach meinte, er sei dankbar für die 15 Jahre im ÖSV. Die Art und Weise, wie die Trennung zustande gekommen sei, wäre für ihn jedoch eine schmerzhafte Erfahrung gewesen. Pointner, der für die APA persönlich nicht erreichbar war, sprach in seiner kurzen Stellungnahme von einem kommenden neuen Lebensabschnitt, auf den sich seine Familie (4 Kinder) schon lange gefreut habe. Der Innsbrucker meinte, er sei für künftige Aufgaben gut aufgestellt. Details, in welche Richtung dies gehen könnte, nannte er nicht.

„Das Thema Schlierenzauer hat schlussendlich nur eine Nebenrolle gespielt, aber ich bin erleichtert, dass ich mich im Moment nicht mehr mit internen Ringkämpfen auseinandersetzen muss“, schrieb Pointner. Der zweifache Weltcup-Gesamtsieger Schlierenzauer hatte im Verlauf der vergangenen Saison Veränderungen gefordert.

Pointner hatte nach seiner aktiven Karriere als Coach im Tiroler Skiverband begonnen, seit 1999 (damals als Co-Trainer von Alois Lipburger) war er im ÖSV tätig. Co-Trainer und Coach der Trainingsgruppe II waren die Stationen, bevor er 2004 einen Vertrag als Cheftrainer erhielt und mit Thomas Morgenstern, Andreas Kofler, Wolfgang Loitzl, Martin Koch, Gregor Schlierenzauer und Co. eine Erfolgsgeschichte schrieb. Das Team gewann u.a. neun Mal den Nationencup.

Der ÖSV wollte noch am Freitag den Nachfolger bekannt geben. (APA)

Pointners Presseaussendung im Wortlaut:

„Der Vertrag zwischen dem ÖSV und mir als Cheftrainer wird nicht verlängert. Die Auffassungsunterschiede erwiesen sich in den vergangenen Gesprächen als zu groß. Die Art und Weise, wie dies zustande gekommen ist, war eine schmerzhafte Erfahrung für mich. Es beginnt aber jetzt ein neuer Lebensabschnitt, auf den sich meine Familie schon lange gefreut hat und sie verdient es, dass ich mich mit all meiner positiven Energie darauf einlasse. Das Thema Schlierenzauer hat schlussendlich nur eine Nebenrolle gespielt, aber ich bin erleichtert, dass ich mich im Moment nicht mehr mit internen Ringkämpfen auseinander setzen muss. Ich bin sehr dankbar für die erfolgreichen 15 Jahre im ÖSV und getraue mich zu sagen, dass ich mich weiterentwickelt habe und für zukünftige Aufgaben gut aufgestellt bin.“


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