Probebohrungen für Sölder Umfahrung im Anmarsch

In einer Postwurfsendung kritisiert der Sölder Gemeindevorstand Grüner die fehlende Informationspolitik bezüglich Ortsumfahrung.

Von Hubert Daum

Sölden –In die Sölder Postkästen flatterte kürzlich eine siebenseitige Postwurfsendung gespickt mit Vorwürfen speziell an BM Ernst Schöpf. Die Absender der „Baustellen“ – gemeint sind die zu lösenden Gemeindeprobleme – sind Gemeindevorstand Johann „Giovanni“ Grüner und Gemeinderat Thomas Grüner.

Neben dem befürchteten Ausverkauf Söldens an ausländische Investoren thematisieren die Grüners die seit Langem geplante Ortsumfahrung. „Um die Umfahrung ist es plötzlich still geworden“, mahnt Johann Grüner, „es ist bereits sehr viel Geld ausgegeben worden, niemand weiß über den aktuellen Stand Bescheid.“ In der Aussendung ist zu lesen: „Stehen Interessen von mächtigen Persönlichkeiten dem Projekt entgegen? Gab es ursprünglich Zusagen von Finanzierungen durch Dritte (beispielsweise der Tiwag), die an andere Projekte (z. B. Kraftwerk) gebunden waren?“ (Anm.: Sowohl die Tiwag, als auch die Gemeinde Sölden haben ein Kraftwerks­projekt an der Ache eingereicht. Das Tiwag-Projekt wurde als nicht genehmigungsfähig angesehen). BM Schöpf kontert: „Grüner produziert Sprechblasen ohne Wahrheitsgehalt. Die Gemeindebürger werden ständig über den Stand informiert, sogar in Workshops. Die Sölder Umfahrung ist Teil des Regierungsprogrammes und seit vergangenem Herbst der Landesbaudirektion anvertraut. Somit trägt diese die Kosten für die kommenden Maßnahmen.“ Christian Molzer von der Abteilung Straßenbau des Landes bestätigt dies: „Das Land Tirol kümmert sich zurzeit um die Themen Lärm und Geologie.“ Während im Herbst Lärmmessungen durchgeführt wurden, seien in rund drei Wochen laut Schöpf wegen der Tunnel geologische Probebohrungen an vier Punkten vorgesehen. Außerdem stünden noch Verhandlungen mit zwei Grundeigentümern aus. BM Schöpf versichert, die Bevölkerung einzubinden: „Die Meinungsbildung im Dorf ist noch nicht abgeschlossen.“

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