Bonsai-Limousine auf der Überholspur

Die Stufenheck-Variante des Mazda3 will mit ihrer dynamischen Linie und einem sportlichen Auftritt auf die Konkurrenz auflaufen.

Betroffen ist etwa das Modell Mazda 3. (Symbolbild)
© Letzner

Von Lukas Letzner

Innsbruck – Nachdem sich die Schrägheckvariante des Mazda3 erfolgreich gegen die deutsche Konkurrenz behaupten konnte, legten die japanischen Ingenieure sofort nach und schickten die Limousine ins Rennen. Wozu das? Auch wenn man kompakte Stufenheck-Limos bei uns eher selten zu Gesicht bekommt, für die kommenden Jahre sagt man ihnen einen Boom voraus, und in manchen europäischen Ländern muss man jetzt schon einen Koffer am Hintern haben, wenn man dazugehören möchte.

Vorne bleibt jedenfalls alles beim Alten. Auch der von uns getesteten Limousine hat man das entsetzliche Grinsen des Vorgängers aus dem Gesicht gewischt und folgt den Kodo-Designvorgaben. Mit der extrem flachen Heckscheibe ist den Designern schon fast eine coupéhafte Silhouette gelungen, die den sportlich-dynamischen Auftritt des Mazda3 zusätzlich unterstreicht. Die Seitenlinie erinnert stark an den in der Mittelklasse sehr erfolgreichen großen Bruder, den Mazda6.

Im Innenraum überzeugt der 3er durch eine hochwertige Materialauswahl und beste Verarbeitung. Die Armaturen sind deutlich gegliedert und auch hier sitzt über dem Lenkrad ein Head-up-Display. Zwar wird die Information hier nicht in der Frontscheibe widergespiegelt, sondern von einer Plastikscheibe über dem Lenkrad reflektiert, dennoch ist so ein Feature für diese Klasse ein Novum. Ebenso überzeugend arbeitet das Infotainment-System des Mazda3, das mittels Dreh-Drück-Schalter bedient werden kann.

Über Platzmangel kann man sich in der Limousine übrigens auch nicht beklagen. Groß gewachsene Passagiere sitzen vorne wie hinten bequem und die 419 Liter Stauraum reichen locker für einen Urlaub mit der Rasselbande.

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Für den entsprechenden Vortrieb sorgte in unserem Fall der Zwei-Liter-Diesel mit 150 PS. Dieses Aggregat verleiht der Limousine richtig Druck und beschleunigt den Wagen in nur 8 Sekunden auf Landstraßen-Tempo. Das angenehm straffe Fahrwerk und die äußerst direkte Lenkung unterstreichen den sportlichen Eindruck zusätzlich und so findet man sich schnell auf einer kurvigen Bergstraße wieder. Dank des üppigen Drehmoments von 380 Nm zaubert einem die kompakte Limousine schnell ein Lächeln ins Gesicht.

Der Verbrauch hält sich trotz einer teils flotteren Gangart in Grenzen. 5,4 Liter bescheinigte uns der Bordcomputer nach den zwei Testwochen. In puncto Sparsamkeit folgt man bei Mazda übrigens nicht dem Trend und setzt auf Downsizing. Dafür erzieht man die Motoren mittels extrem hoher Verdichtung zur Sparsamkeit.

Wer sich für die Stufenheck-Variante des Mazda3 interessiert und zu der von uns gefahrenen „Revolution“-Ausstattung greift, muss 31.548 Euro über den Ladentisch reichen. Die Basis-Ausstattung ist hingegen schon ab 20.290 Euro erhältlich.


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