In Harmonie mit der Vorderachse

Downsizing-Diesel, Frontantrieb und geräumiges SUV passen zusammen, wie die Allianz aus Honda CR-V und neuem 1,6-Liter-Turbo-Ölbrenner eindruckerzeugend belegen.

Das Navi mit großzügig gestaltetem Touchscreen ist optional, die Multifunktionsanzeige darüber gibt unter anderem Bescheid über den Durchschnittsverbrauch des 1.6 i-DTEC 2WD: 6,5 l/100 km.Fotos: Höscheler

Von Markus Höscheler

Volderwald/Tulfes –Im Alpenland mag der eine oder andere immer noch darüber lächeln, dass Sports Utility Vehicles bei vielen Anbietern nicht nur mit Allradfunktion eine Offerte darstellen, sondern auch als Fronttriebler in der Preisliste zu finden sind. Der kleinere Anschaffungspreis ist dabei verlockend, aber die Bergstraßen mit Schneebelag von Zeit zu Zeit lassen nach einem 4WD rufen. Allerdings unterschätzen viele Fahrer die Talente eines Vorderradantriebs, denn mit aktueller Technik halten 2WD-Modelle lange die Traktion.

Ein lobenswertes Beispiel für derartige Wagen ist der CR-V von Honda, wenn er mit dem neuen 1,6-Liter-Turbodiesel vorfährt. Auf dieses Aggregat sind die Japaner besonders stolz, heben immer wieder die Laufkultur, den Durchzug, das satte Drehmoment von 300 Newtonmetern ab 2000 Umdrehungen/Minute, die 120 Pferdestärken und den zurückhaltenden Verbrauch hervor. Ähnliche Erfahrungen können wir mit dem Aggregat bestätigen, wenngleich der Durchschnittsverbrauch mit 6,5 Litern je 100 Kilometer den Normverbrauch des Prüfstands überschreitet. Für einen 1,6 Tonnen schweren Wagen mit hochbauender Karosserie und über dem Durchschnitt liegendem Ladevolumen stellt der erzielte Konsum jedoch eine akzeptable Größe dar. Erst recht vor dem Hintergrund, dass der Selbstzünder mit Vehemenz Vortriebswünsche erfüllt und wohl dosiert die Vorderachse mit passendem Drehmoment bedenkt.

Keine Frage, der kleine Vierzylinder hat mit dem SUV den richtigen Sparring-Partner gefunden. Gelegentlich vergessen wir sogar, dass der mit einem Sechsgang-Handschalter arbeitende CR-V die Hinterachse nur passiv arbeiten lässt. Im Gegenzug erhalten immer wieder andere Stärken des über die Maßen ausgestatteten Honda-Modells Aufmerksamkeit. Abseits der Lifestyle-Ausrüstung führt der CR-V die aufpreispflichtige Navigation samt Touchscreen mit sich. Die Menüführung verlangt anfangs Zeit kostende Einarbeitung, das Display allerdings zeigt sich ebenso von seiner nützlichen Seite wie die darüber befindliche Multifunktionsanzeige. Die Lenkung geht in Ordnung, das Fahrwerk selbst ist auf der komfortablen Seite angesiedelt und unterbindet übertriebene Härten.

Eine Kernkompetenz des Asiaten ist die Raumoptimierung. Das bereits angesprochene Ladevolumen – zwischen 589 und 1669 Litern – macht den CR-V zum vielseitigen Allzweckwerkzeug, sofern Ausflüge ins unbefestigte Gelände mangels Allradfunktion ausbleiben. Die Lederbestuhlung und eine Reihe von Fahrerassistenzsystemen erhöhen Komfort und Sicherheit im frontgetriebenen CR-V, den es mit Lifestyle-Ausstattung ab 33.415 Euro gibt. Mit Comfort-Bestückung fährt der zügige Frontgetriebene ab 27.480 Euro in unsere Garage. Damit lächelten wir dann mit Fug und Recht.


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