Zoom auf jedes einzelne Haar: Dürers „Feldhase“ als Gigapixel-Bild

Rechtzeitig vor Ostern ist der weltberühmte „Feldhase“ von Albrecht Dürer nun als Gigapixel Fotografie im Internet zu sehen. Jedes Detail kann in sehr hoher Auflösung auf der „Art Project“ Seite des Google Cultural Institute unter die Lupe genommen werden.

Wien – Wer es nicht in die Albertina schafft, um Albrecht Dürers „Feldhasen“ in der analogen Form aus dem Jahr 1502 zu besichtigen, kann sich ab sofort im Internet Abhilfe schaffen. Im Rahmen des „Google Art Projects“ wurde die lichtempfindliche Grafik mit einer Auflösung von Milliarden von Pixeln in einem Gigapixel-Bild verfügbar gemacht, wie das Museum am Freitag bekannt gab.

„Mittels Zoom-Funktion können die Online-Besucher das Bild um ein Vielfaches vergrößern und somit selbst die feinsten Pinselstriche erkennen“, heißt es in der Ankündigung. Das Original ist noch bis 29. Juni in der Ausstellung „Dürer, Michelangelo, Rubens. Die 100 Meisterwerke der Albertina“ zu sehen. Der Feldhase bekommt aber auch noch eine weitere physische Entsprechung: Am Gründonnerstag wird per Kran eine große Hasen-Skulptur des deutschen Künstlers Ottmar Hörl auf das Flügeldach vor der Albertina gehievt.

„Wie alle großen und populären Kunstwerke ist auch Dürers ‚Feldhase‘ durch seine massenweise Reproduktion beschädigt“, erklärt Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder in der Aussendung. „Nun ist es gelungen, dieses Meisterwerk der Naturnachahmung dank des Google Art Projects so aufzunehmen, dass jedes einzelne Haar des Fells, jedes Glanzlicht auf den Pfoten und das Fensterkreuz im Auge des sanften Tieres wie unter einem Mikroskop betrachtet werden kann und nichts von seiner Schärfe und Präzision eingebüßt hat.“

Der „Feldhase“ ist allerdings nicht das erste Bild, das die Albertina auf diesem Weg digitalen Nutzern zugänglich gemacht hat: Bereits seit 2012 ist das Museum Teil des „Google Art Projects“, in dessen Rahmen 153 Werke aus der Sammlung - darunter Arbeiten von Michelangelo, Rembrandt oder Schiele - digitalisiert wurden. Über 340 Museen sind auf der Plattform präsent und ermöglichen den Usern ein virtuelles Kunsterlebnis. (APA)

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