Wacker auch in Ried gern gesehener Gast

Während der FC Wacker auf den ersten Sieg im Frühjahr hofft, haben die Rieder heute drei Punkte fix eingeplant.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –„Gegen Innsbruck erwartet jeder von uns einen Sieg. Es muss zuhause auch ganz klar unser Ziel sein, dass wir den Letztplatzierten schlagen“, erklärte Ried-Trainer Michael Angerschmid vor dem heutigen Heimspiel ab 19 Uhr gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten aus Tirol. Klare Worte, schließlich haben die Rieder, die auf den verletzten Torjäger René Gartler verzichten müssen, den dritten Tabellenplatz und somit die Europa-League-Qualifikation noch nicht abgeschrieben. Ganz egal, gegen wen – der FC Wacker wird in dieser Pleiten-, Pech- und Pannensaison immer und überall als gern gesehener Punktelieferant empfangen. Eine erbärmliche Rolle, die man sich mit nur drei Siegen in 31 Runden aber redlich verdient.

„Fußballprofis sind Leistungssportler und als solche zu Leis­tung verpflichtet.“
Michael Streiter (Trainer FC Wacker)

Der Abstieg in die Erste Liga ist praktisch fix, also wie werden die letzten fünf Spiele in der tipp3-Bundesliga absolviert? „Fußballprofis sind Leistungssportler und als solche zu Leistung verpflichtet“, ist Wacker-Coach Michael Streiter überzeugt, dass jene schwarzgrüne Elf, die heute in der Keine-Sorgen-Arena aufläuft, auch alles unternehmen wird, um den ersten Sieg im Jahr 2014 einzufahren. Weil Thomas Bergmann, Sebastian Siller und Armin Hamzic verletzt sind, Andi Kuen nach seinem Kreuzbandriss noch nicht einsatzfähig sowie Kevin Nitzlnader gesperrt ist, sind Streiters Möglichkeiten ziemlich eingeschränkt. Der Brasilianer Ji-Paraná wird neben Marco Kofler im defensiven Mittelfeld auflaufen, im Sturm womöglich der Schwazer Alex Gründler gegenüber Roman Wallner den Vorzug bekommen. „Wir wollen endlich auch einmal für unsere Bemühungen belohnt werden. Außerdem spielt jeder auch um seine Zukunft“, hofft Alex Hauser auf ein Erfolgserlebnis, das allerdings nur dann möglich sein wird, wenn sich die Wacker-Kicker erheblich steigern. „Bisher fehlte uns die Kaltschnäuzigkeit. Wir wollen in Ried endlich wieder Tore schießen“, so Streiter. Einer, dem schon zwölf Tore in dieser Saison gelangen, will heute sein Trefferkonto erhöhen. „Wäre auch wieder Zeit“, so Lukas Hinterseer, der sich und seine Mitspieler in die Pflicht nimmt: „Wer jetzt noch ,nervelt‘ und sich nichts traut, der hat ein schwerwiegendes psychisches Problem.“ Der Kitzbüheler FCW-Kapitän absolviert seine Abschiedstour. Der Wechsel nach Saisonende ist bekanntlich fix.

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