Dortmund führt die Bayern vor, nächster Rückschlag für Hamburg

Im Tabellenkeller setzte es Niederlagen für Nürnberg und Braunschweig. Stuttgart kassierte wieder einen späten Ausgleichstreffer.

Berlin – Champions-League-Halbfinalist FC Bayern München hat in der deutschen Bundesliga das zweite Spiel nacheinander verloren und die erste Heimniederlage seit dem 28. Oktober 2012 kassiert. Eine Woche nach dem 0:1 in Augsburg unterlagen die bereits als deutscher Meister feststehenden Münchner am Samstag Borussia Dortmund mit 0:3 (0:1).

Im Prestigeduell mit dem BVB zeigten die Bayern eine leidenschaftlose Vorstellung. Henrich Mchitarjan (20. Minute), Marco Reus (49.) und Jonas Hofmann (56.) trafen für die Dortmunder. Zudem verlor die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola auch noch Manuel Neuer. Der Nationalkeeper musste zur Pause wegen Wadenproblemen ausgetauscht werden. Der Verein sprach von einer Vorsichtsmaßnahme.

Rafinha sah in der Nachspielzeit die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit. Für die Bayern war es die erste Heimniederlage nach 26 Spielen und dem 1:2 am 28. Oktober 2012 gegen Bayer Leverkusen.

Die Traditionsclubs VfB Stuttgart, Hamburger SV und 1. FC Nürnberg geraten im Abstiegskampf zusehends in Bedrängnis. Stuttgart verpasste einen weiteren Befreiungsschlag am Samstag mit einem 1:1 bei Borussia Mönchengladbach. Das Team von ÖFB-Stürmer Martin Harnik liegt nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz, den nach einem 1:2 in Hannover weiter der HSV einnimmt.

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Die Stuttgarter führten beim Champions-League-Anwärter in Mönchengladbach dank eines Tores von Daniel Didavi (12.) lange 1:0, kassierten im Finish aber durch einen Kopfball von Juan Arango den Ausgleich (89.). Harnik vergab vor der Pause eine Großchance, als er alleine vor Torhüter Andre ter Stegen scheiterte (37.). Der Vorsprung auf den Vorletzten Nürnberg und damit die Abstiegszone beträgt vier Runden vor Schluss nur zwei Punkte.

Nürnberg kam mit ÖFB-Verteidiger Emanuel Pogatetz in Wolfsburg 1:4 unter die Räder. Die Wolfsburger rückten vorerst einen Punkt vor Mönchengladbach auf Rang vier vor, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Neben Hannover verschaffte sich im Kampf um den Klassenerhalt auch Freiburg mit einem 2:0 gegen Schlusslicht Braunschweig Luft. Stürmer Philipp Zulechner wurde bei den Siegern in der Schlussphase eingewechselt (81.).

Werder Bremen wurde für eine der schwächsten Leistungen der vergangenen Wochen mit einer 0:3-Abfuhr in Mainz bestraft. Die Bremer könnten als Zwölfte im schlimmsten Fall sogar noch in den Abstiegsstrudel hineingezogen werden. Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl spielten durch. Letzterer lieferte mit der Brust die unglückliche Vorlage zum 0:2 (16.). Ein Kopfball des Innenverteidigers, der den Anschlusstreffer markieren hätte können, wurde wenig später vor der Linie geklärt (23.).

Mainz hat als Siebenter Europacup-Chancen, Werder dagegen weiter nur sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Kommende Woche gegen Hoffenheim müssen die Bremer zudem auf Junuzovic verzichten. Der ÖFB-Spielmacher ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. (APA/dpa)

Bundesliga, 30. Runde:

Hannover 96 - Hamburger SV 2:1

SC Freiburg - Eintracht Braunschweig 2:0 (Freiburg: Zulechner ab 81.)

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 1:1 (Gladbach ohne Stranzl/verletzt; Stuttgart: Harnik bis 92.)

FSV Mainz 05 - Werder Bremen 3:0 (Mainz ohne Baumgartlinger/verletzt; Bremen: Prödl und Junuzovic spielten durch)

VfL Wolfsburg - 1. FC Nürnberg 4:1 (Nürnberg: Pogatetz spielte durch)

Bayern München - Borussia Dortmund 0:3 (Bayern: Alaba spielte durch)

Sonntag: Bayer 04 Leverkusen - Hertha BSC Berlin 15.30 Uhr; 1899 Hoffenheim - FC Augsburg 17.30 Uhr

Bereits am Freitag:

FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 2:0 (Schalke ohne Fuchs/verletzt)


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