Grazer beenden Bullen-Heimserie, Grödig besiegt den WAC

Djuricin und Florian Kainz sorgten nach einem Madl-Eigentor für die Trendwende in Salzburg.

Salzburg – Salzburg bleibt nach fixiertem Meistertitel weiterhin nur noch ein Schatten seiner selbst. Am Samstag kassierte die Elf von Roger Schmidt gegen Sturm Graz zuhause ein 1:2 (1:0) und damit die zweite Niederlage in den jüngsten vier Spielen. Die imposante Heimserie der „Bullen“ fand so nach 32 ungeschlagenen Partien in Folge ein Ende.

Die Gäste gerieten zwar durch ein Eigentor von Michael Madl in Rückstand (19.), nutzten aber das verhaltene Salzburger Auftreten für die Trendwende: Dank der Treffer des lange Zeit verletzten Marco Djuricin (64./6. Saisontor), der in fünf der jüngsten sechs Spiele zumindest einmal getroffen hat, und Florian Kainz (73.) setzten die Blackys ihren Aufwärtstrend fort. Mit dem dritten Sieg in den vergangenen fünf Partien kletterte man vorerst auf Rang fünf.

Die Grazer beendeten damit auch die Salzburger Heimserie. Durch die zweite Liga-Heimniederlage der Ära Schmidt verpassten es die Mozartstädter, mit den in der Rekordliste zweitplatzierten Teams von Rapid und Austria (je 33) gleichzuziehen. Trotz der Heimschlappe übertrafen die Bullen aber die bisher gemeinsam mit Rapid gehaltene Rekordmarke von 101 Saisontoren. Sie halten nun bei 102.

Grödig wahrt Europacup-Chance

Aufsteiger Grödig hat am Samstag seine Europacup-Chance mit einen Auswärtserfolg in Wolfsberg gewahrt. Die ersatzgeschwächten Salzburger gewannen 2:1 (1:0) und sind nun punktegleich mit der drittplatzierten Austria, die erst am Sonntag spielt. Während Grödig nach drei Niederlagen in der Fußball-Bundesliga einen enorm wichtigen Sieg feierte, rutschte der WAC hinter Sturm Graz auf Platz sieben ab.

Nach ausgeglichener Anfangsphase traf Nutz (19.) aus kurzer Distanz zur Führung für die Gäste. Der Torschütze war trotz eines kürzlich erlittenen Kahnbeinbruches im linken Arm mit einem Verband aufgelaufen, weil seine Mannschaft arg dezimiert ist. Die Vorarbeit zum 1:0 leistete Sigurdsson, der auf der rechten Seite allerdings aus abseitsverdächtiger Position gestartet war. Die beste Möglichkeit vor der Pause für den erst allmählich stärker werdenden WAC vergab Silvio (32.). Die spielfreudigeren Grödiger waren insgesamt aber die gefährlichere Mannschaft. In die zweite Hälfte starteten die Wolfsberger zwar aggressiv, Zählbares gelang ihnen aber nicht.

Die auswärtsstarken Gäste hatten sich zunehmend auf das Kontern verlegt und kamen in der Schlussphase durch den eingewechselten Trdina (88.) nach einem schweren Schnitzer von WAC-Goalie Dobnik zum zweiten Tor. Für das 1:2 sorgte der ebenfalls eingewechselte Falk in der Nachspielzeit.

Rapid wieder zu null

Die Torsperre des SK Rapid hält an. Der Fußball-Rekordmeister ist am Samstag aber nicht über ein torloses Heimremis gegen die Admira hinausgekommen. Rapid ist damit zwar bereits sechs Spiele in Folge ohne Gegentreffer. Der Stadtrivale Austria könnte dem Tabellenzweiten in der Bundesliga am Sonntag mit einem Sieg in Wr. Neustadt allerdings bis auf drei Punkte nahe rücken.

Ziel von Rapid ist der Vizemeistertitel, gegen die Admira gab es in vier Saisonduellen aber nur vier Punkte. Immerhin sind die Hütteldorfer bereits sieben Spiele in Folge ungeschlagen. Den bisher letzten Gegentreffer kassierte Rapid-Torhüter Jan Novota vor 612 Minuten. Damit übertraf der Slowake den bisherigen Clubrekord von Herbert Feurer in der Bundesliga. Dessen Torsperre in der Saison 1982/83 hatte 527 Minuten gedauert. (APA)


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