Neue Daten erleichtern Gefahreneinschätzung

Reutte – Die Mitglieder der Bezirkseinsatzleitung und Führungskräfte der Einsatzorganisationen trafen sich zum „Blaulichttag“ an der BH Reut...

Reutte –Die Mitglieder der Bezirkseinsatzleitung und Führungskräfte der Einsatzorganisationen trafen sich zum „Blaulichttag“ an der BH Reutte.

Obwohl sich der Außerferner Winter im heurigen Jahr als besonders mild erwiesen hat, wurde die diesjährige Informationsveranstaltung dem Thema „Extreme Wetterlagen im Winter“ gewidmet. Der Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung, Christian Ihrenberger, berichtete in diesem Zusammenhang über Gefahren, Maßnahmen und Auswirkungen extremer Schneefälle. Anhand eindrucksvoller Bilder meterhoch eingeschneiter Verbauungen wurde den Mitgliedern der Bezirkseinsatzleitung in Erinnerung gerufen, wie hart die Winter auch im Außerfern sein können.

Patrick Nairz, stellvertretender Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol, berichtete von den Aufgaben und Möglichkeiten des Lawinenwarndienstes. Durch die stetige Verbesserung und Nachschärfungen steht das gesamte Datenmaterial des Lawinenwarndienstes ab sofort nicht nur Mitgliedern der Lawinenkommissionen, sondern auch den Einsatzleitungen zur Verfügung. Dies stelle eine erhebliche Erleichterung bei der Beurteilung von Gefahrenlagen für sämtliche Einsatzkräfte und Kommissionsmitglieder dar.

Dass bei der Bewältigung von Katastrophen auch das Bundesheer stets zur Stelle ist, unterstrich Oberst Bernhard Kapeller vom Militärkommando Tirol.

Welche katastrophalen Situationen wetterbedingt ausgelöst werden können, haben die anhaltenden Schneefälle heuer im Jänner in Osttirol gezeigt. Einen Erfahrungsbericht quasi aus erster Hand gab es deshalb von Olga Reisner. Die Lienzer Bezirkshauptfrau schilderte, mit welchen Problemstellungen die dortige Bezirkseinsatzleitung in dieser Zeit konfrontiert war und gab den Einsatzorganisationen Tipps. Reuttes Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf freute sich über die gelungene Veranstaltung. „Aber ich hoffe, dass wir das theoretische Wissen nicht allzu schnell praktisch umsetzen müssen und auch in Zukunft von größeren Katastrophen verschont bleiben.“ (TT, fasi)


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