Leverkusen schob sich bei Lewandowski-Rückkehr auf Rang vier

Die Werkself setzte sich am Sonntag zu Hause gegen Hertha BSC Berlin mit 2:1 (2:1) durch. Mit einem Sieg zum Doppel-Jubiläum hat 1899 Hoffenheim die zarten Europa-League-Hoffnungen des FC Augsburg wohl beendet.

Leverkusen - Bayer Leverkusen hat sich in der deutschen Fußball-Bundesliga vier Runden vor Schluss auf Rang vier geschoben. Die Werkself setzte sich am Sonntag bei der Rückkehr von Sascha Lewandowski als Cheftrainer zu Hause gegen Hertha BSC Berlin mit 2:1 (2:1) durch.

Leverkusen liegt nun einen Punkt vor Wolfsburg und deren zwei vor Mönchengladbach auf dem Qualifikationsplatz für die Champions League. Lewandowski hatte vergangenes Wochenende als Interimscoach seinen früheren Kollegen Sami Hyypiä abgelöst, der davor in neun Ligaspielen nur einen Sieg geholt hatte.

Hoffenheim siegt 2:0 zum Jubiläum

Mit einem Sieg zum Doppel-Jubiläum hat 1899 Hoffenheim die zarten Europa-League-Hoffnungen des FC Augsburg wohl beendet. Die Kraichgauer gewannen am Sonntag ihr 200. Spiel in der Fußball-Bundesliga mit 2:0 (2:0) gegen die Schwaben, die im Rennen um die internationalen Plätze als Achter mit 42 Punkten weiter Boden verloren. Im 100. Heimspiel von 1899 erzielten Sejad Salihovic (19.) und Jannik Vestergaard (41.) die Treffer für die Hausherren.

«Wir wollten diesen Sieg unbedingt», sagte Stürmer Kevin Volland und lobte den Torhüter: «Jens Grahl war überragend. Er hat uns den Sieg festgehalten.» Hoffenheim belegt zwei Punkte hinter Augsburg Rang neun und steht vier Spieltage vor Saisonschluss jenseits von Gut und Böse. Auch angesichts der besten Rückrunde seit dem Aufstieg 2008 zeigte sich Vereins-Mäzen Dietmar Hopp «sehr zufrieden».

Die Augsburger wollen sich wegen des Europa-Startplatzes nicht unter Druck setzen, wie Verteidiger Matthias Ostrzolek betonte: «Wenn wir am Ende auf einem Platz stehen, der für Europa reicht, können wir megastolz sein, aber wir sind jetzt schon mit unserer Saison sehr zufrieden, denn wir haben unsere Ziele erreicht.»

Die Partie hätte einen anderen Verlauf nehmen können, wenn Sascha Mölders nach nur 66 Sekunden nicht am Pfosten gescheitert wäre. Der Augsburger Siegtorschütze vom Bayern-Spiel war nach einem Befreiungsschlag von Daniel Baier und einem Ausrutscher von Vestergaard frei vor Grahl aufgetaucht. Grahl vertrat Koen Casteels nach dessen Schienbeinbruch. Er hielt beim ersten Hoffenheimer Zu-Null-Spiel seit dem 3:0 gegen den HSV am 1. Februar stark.

Sein Gegenüber Marwin Hitz rettete zunächst gegen Roberto Firmino (9.), sah dann aber bei den Gegentoren nicht gut aus. Zunächst zirkelte Salihovic einen Freistoß mit seinem starken linken Fuß nicht ganz unhaltbar zu seinem elften Saisontor ins Netz. Mit insgesamt 44 Treffern ist der Bosnier nun alleiniger Bundesliga-Rekordschütze der Hoffenheimer vor Vedad Ibisevic. «Das ist natürlich schön, aber für uns war wichtiger, dass wir gewonnen haben», sagte Salihovic im TV-Sender Sky.

Seinen Eckball vier Minuten vor dem Seitenwechsel klärte Hitz nicht konsequent genug. Den folgenden Schuss von Tarik Elyounoussi blockte Augsburgs Kapitän Paul Verhaegh noch auf der Linie, gegen den Abstauber von Vestergaard war der Niederländer dann machtlos. (APA)


Kommentieren


Schlagworte