Präsidentenwahl in Mazedonien geht ohne Zwischenfälle zu Ende

Die Wahlbeteiligung lag laut DIK bis 17.00 Uhr bei 41 Prozent.

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Skopje - In Mazedonien ist am Sonntagabend der erste Urnengang der Präsidentenwahl abgeschlossen worden. Nach Angaben der staatlichen Wahlkommission (DIK) wurden im Laufe des Tages keine größeren Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Stimmabgabe sei ruhig verlaufen, bestätigte der stellvertretende Innenminister Ivo Kotevski am Nachmittag. Die Wahlbeteiligung lag laut DIK bis 17.00 Uhr bei 41 Prozent.

Der neue Staatschef Mazedoniens wird höchstwahrscheinlich erst in der Stichwahl am 27. April bestimmt werden, da es in der ersten Runde wohl keinem der vier Präsidentschaftskandidaten gelingen durfte, die notwendigen 50 Prozent plus eine Stimme aller wahlberechtigten Bürger zu sichern. In der Stichwahl ist für den Wahlsieg die Stimmenmehrheit von mindestens 40-prozentiger Wahlteilnahme notwendig.

Favorit war Amtsinhaber Gjorge Ivanov

Der Wahlfavorit und derzeitiger Amtsinhaber Gjorge Ivanov zeigte sich bei der Stimmabgabe in Skopje optimistisch. Er erwarte, dass die Umsetzung der strategischen Ziele des Landes nach den Wahlen fortgesetzt werde, erklärte Ivanov von der nationalkonservativen Partei VMRO-DPMNE.

Größte Aussichten in die Stichwahl zu kommen, dürfte neben Ivanov auch der Präsidentschaftskandidat des Sozialdemokratischen Bundes (SDSM) Stevo Pendarovski haben. Die Chancen der zwei weiteren Präsidentschaftskandidaten, Iljaz Halimi, von der Demokratischen Partei der Albaner (DPA) und Zoran Popovski von der Bürgeroption für Mazedonien (GROM), wurden als eher gering eingeschätzt.

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Die mitregierende albanische Demokratische Integrationsunion (DUI) boykottierte die Präsidentenwahlen. Ob sich dies auf die bei den Präsidentenwahlen in Mazedonien traditionell niedrige Beteiligung in den vorwiegend von Albanern bewohnten Gegenden entscheidend auswirken werde, war vorerst unklar.

Die niedrigste Wahlteilnahme - knapp acht Prozent - wurde bis 17.00 Uhr in der Gemeinde Zelino im Nordwesten des Landes mit gemischter slawischer und albanischer Bevölkerung notiert. Die höchste - knapp 70 Prozent - wurde aus der mazedonisch-slawischen Gemeinde Novaci an der Grenze zu Griechenland gemeldet. In vielen von Albanern bewohnten Gemeinden lag die Beteiligung bis 17.00 Uhr allerdings nur bei etwa zehn Prozent. (APA)


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