Trendumkehr zu Lasten der Schüler
Wien – Die von Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) angekündigte Einsparung von 57 Mio. Euro für 2014 sorgt weiter für Unmut....
Wien –Die von Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) angekündigte Einsparung von 57 Mio. Euro für 2014 sorgt weiter für Unmut. Die VP-nahe Schülerunion hat am Wochenende eine Petition gestartet, in der sie die Ministerin auffordert, „den Sparunsinn im Bildungsbereich zu unterlassen“. Die Schüler warnen vor einer Einschränkung der Ausbildungsqualität und sehen sich als „Opfer der Politik“.
Vor allem die geplanten größer werdenden Klassen stoßen den Schülervertretern sauer auf. Denn die ab dem kommenden Schuljahr geltenden größeren Gruppengrößen in einigen Fächern drehen einen Trend an den Schulen wieder um: In den vergangenen Jahren sind die Klassenschülerzahlen stark gesunken – in erster Linie an den Gymnasien ist die Zahl der Schüler, die in Klassen mit mehr als 25 Schülern sitzen, zurückgegangen.
Das zeigt ein Blick in den vom Bildungsministerium jährlich aufgelegten „Zahlenspiegel“.
Von den aktuell geplanten Maßnahmen im Zuge der Sparmaßnahmen im Bildungsministerium ist die eigentliche Klassengröße zwar nicht betroffen. Diese bleibt zunächst unverändert – größere Gruppen als bisher gibt es allerdings in einzelnen Fächern. Denn in bestimmten Gegenständen wie etwa Deutsch, Mathematik und Englisch in den ersten Klassen der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und den Oberstufen der Gymnasien wird es künftig größere Gruppen geben.
Dies funktioniert, indem die so genannten Teilungszahlen erhöht werden: Klassen werden in diesen Fächern also erst dann in kleinere Gruppen aufgeteilt, wenn eine höhere Schülerzahl als bisher erreicht wird. Die Folgen dieser Maßnahmen: Es gibt insgesamt weniger Aufteilungen, also weniger Gruppen und damit weniger benötigte Lehrerstunden. (TT, APA)
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