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Seligsprechungsverfahren für Papst Paul VI. schreitet voran

Rom/Vatikanstadt (APA) - Während sich der Vatikan auf die Heiligsprechung von Johannes Paul II. und Johannes XXIII. am Sonntag vorbereitet, ...

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Rom/Vatikanstadt (APA) - Während sich der Vatikan auf die Heiligsprechung von Johannes Paul II. und Johannes XXIII. am Sonntag vorbereitet, schreitet das Seligsprechungsverfahren für den Konzilspapst Paul VI. (Giovanni Battista Montini; Pontifikat 1963-78) voran.

Am 5. Mai tagt die vatikanische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen. Sie muss ein Wunder bestätigen, das angeblich auf Paul VI zurückzuführen ist, berichtete die katholische Zeitschrift „Credere“. Sofort danach soll Papst Franziskus den italienischen Kardinal und gegenwärtigen Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse Angelo Amato treffen und das Dekret unterzeichnen, dass ein zweites Wunder auf Fürsprache von Paul VI. bestätigt. Zur Seligsprechung könnte es bereits am 19. Oktober nach Ende der geplanten Bischofssynode kommen.

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Mit einem Dekret hatte der Vatikan Ende 2012 dem 1897 in Brescia geborenen Papst den „heroischen Tugendgrad“ bestätigt. Vor einer offiziellen Seligsprechung ist noch der Nachweis einer Wunderheilung auf Fürbitte Pauls VI. erforderlich. Giovanni Montini hatte als Papst das von Johannes XXIII. (1958-63) eröffnete Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) fortgesetzt, abgeschlossen und später dessen Beschlüsse umgesetzt.

Paul VI. steht im Schatten seines populären Vorgängers Johannes XXIII. (1958-63) und seines charismatischen Nachfolgers Johannes Paul II. (1978-2005). Manchem Zeitgenossen galt er als zaudernd und zögerlich. Sein Bemühen, die Umbrüche des Konzils behutsam umzusetzen, ging Reformern nicht weit genug, in konservativen Kreisen galt er als zu progressiv.


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