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Weiter schützende Hände über Stamser Eichenwald

Seit zehn Jahren ist das Revitalisierungsprojekt Eichenwald Stams im Gange. Zur Halbzeit sind sich alle über eine Fortführung einig.

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Von Hubert Daum

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Stams –„Jahrzehntelang ging ich mit meinen Schülern durch diesen einzigartigen Wald und bin immer noch begeistert“, schwärmt der pensionierte Biologielehrer Werner Schwarz unter den sich etwas lichtenden Baumkronen des Stamser Eichenwaldes. Unte­r den bis zu 300 Jahre alten Laubbäumen versammelten sich gestern neben BM Franz Gallop und BH Raimund Waldner auch Abt German Erd und LHStv. Ingrid Felipe. Grund des Besuches war der Beginn der zweiten Dekade des Revitalisierungsprogrammes, das den Stamser Eichenwald verjüngen sollte.

„Die Verjüngung dieses 20 Hektar großen Restbestandes ist unbedingt nötig“, erklärt Projektkoordinator Andrea­s Pohl, „der Wald ist in die Jahr­e gekommen. Würde man nichts tun, würden andere Arten die Oberhand gewinnen.“ In den letzten zehn Jahren sei der Alteichenbestand um fünf Prozent zurückgegangen, eine Verjüngungskur für einen Hektar sei aber bereits gelungen. Letztendlich sollten es fünf werden. Dafür gibt man sich zehn weitere Jahre Zeit, darüber sind sich alle Projektpartner einig. Abt German Erd zeigte sich froh, dass „sehr viel Know-how von außen einfließt“. „2004 wurden dafür 168.000 Euro für 20 Jahre budgetiert“, berichtete Felipe, „100.000 sind schon verbraucht, da müssen wir jedenfalls etwas nachjustieren.“

Ein weiterer Projektschwerpunkt ist die Wiederansiedelung des Hirschkäfers. Bisher wurden 70 Paare ausgesetzt, wobei die Vermehrung ein äußerst schwieriges Unterfangen sei. Selbst in einem geschützten Naturdenkmal, wozu der Stamser „Eichenhain“ bereits im Jahre 1929 deklariert wurde. BH Waldner brachte den einseitigen Originalbescheid mit und wunderte sich, dass man „heutzutage dafür drei Ordner braucht“.

„Hier stehen wir im einzigen Gebiet Tirols, das offizielle­s Gen-Erhaltungsmaterial für Eichen liefert“, ergänzte Projektleiter Andreas Pohl auf dem Rundwanderweg, der übrigens auch für Behinderte hergerichtet werde.

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