Entgeltliche Einschaltung

Macht der Verdrängung: Wacker pfeift auf die Statistik

Die Spur nach Wackers letztem Bundesliga-Heimtreffer gegen die Wiener Austria führt bis ins Jahr 2008 zurück. Der letzte Sieg im Tivoli gegen die Veilchen datiert gar von 2007. Diese Geschichte soll sich ändern.

  • Artikel
  • Diskussion

Von Alex Gruber

Innsbruck – Um die Minimalchance auf den Bundesliga-Klassenerhalt weiter zu wahren, muss der FC Wacker in den verbleibenden drei Runden bei sechs Punkten Rückstand auf Wiener Neustadt zumindest einen Sieg gegen die Wiener Großklubs verzeichnen. Am besten schon morgen gegen die Austria, ehe es am kommenden Sonntag zum womöglich noch schwereren Gang ins Hanappi-Stadion von Rapid kommt.

Entgeltliche Einschaltung

Die Wacker-Crew setzt dabei auch auf die Macht der Verdrängung. Denn bei einem Blick auf die nackten Zahlen (siehe Kasten) könnte man sich ohnehin gleich in der Kabine einsperren. Der letzte Heimsieg über die Wiener Austria wurde nach einem Doppelpack von Peter Orosz im Oktober 2007 gefeiert, das letzte Heimtor gegen das Team vom Verteilerkreis verzeichnete Marcel Schreter bei einer 1:2-Niederlage nur einige Monate später. „Das kann ich gar nicht glauben. Ein Wahnsinn, aber so steh’ ich zumindest wieder einmal in der Zeitung“, meldete sich der Telfer Lustenau-Export mit einem weinenden und einem lachenden Auge zu Wort.

Seit dem Wiederaufstieg 2010 ist im Tivoli kein einziger voller Erfolg gegen die Violetten gelungen, in sieben direkten Duellen gelang zuhause nicht einmal ein Tor. Nur das erste Auswärtsspiel bei der Rückkehr ins Oberhaus wurde im Horrstadion 3:0 gewonnen, seitdem wartet man 14 Spiele auf einen Sieg.

„Was sollen wir auf die Statistik blicken? Als Spieler musst du dich auf das Positive konzentrieren“, lässt Alexander Hauser die Zahlen außen vor: „Es ist ein Spiel, fängt bei 0:0 und in der ersten Minute an“, hofft der Allrounder, der wieder im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen könnte, auf die Gunst der Stunde. Eine erste Unserie hätte man ja auch schon mit dem Sieg in Ried beendet. „Vielleicht gibt es Gegner, die einem liegen oder eben nicht. In der speziellen Situation, in der wir uns wieder befinden, ist das aber ohnehin etwas anderes“, hält der 29-jährige Routinier die Kraft von zwei Siegen in Serie entgegen. „Wir müssen wieder effektiv sein und das abrufen, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben. Ich hoffe, dass wir unseren Lauf behalten.“

Mit der berühmten „Sch...-egal-Mentalität“, will sich auch Marco Kofler zerreißen. Nachdem der Naviser gestern Vormittag gemeinsam mit Miroslav Milosevic einen Fitnesstest bei Kondi-Coach Karl Schwarzenbrunner absolviert hatte, schritt das Duo am Nachmittag auf den Tivoli-Rasen. Es wäre gut, wenn beide Oberschenkel halten. Mit Thomas Bergmann, Armin Hamzic, Sebastian Siller (alle verletzt) und Zeljko Djokic (gesperrt) fallen ohnehin schon vier Defensivsspieler aus. „Wir haben beim letzten Match gegen die Austria gesehen, dass wir bestehen können“, führt Kofler aus. Nachsatz: „Und wir haben ja noch eine kleine Hoffnung.“

Der Funken Hoffnung leuchtete auch bei der gestrigen Übungseinheit der negativen Statistik entgegen.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung