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Standort-Streit: AK kritisiert Verunsicherung

Wien – Die Konzernchefs würden mit ihren Abwanderungs-Drohungen nur „Verunsicherung“ betreiben, stellte die Arbeiterkammer Oberösterreich zu...

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Die Voest drohte mit Abwanderung. Österreich sei im Wettbewerb top, kontern Kritiker.Foto: Reuters
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Wien –Die Konzernchefs würden mit ihren Abwanderungs-Drohungen nur „Verunsicherung“ betreiben, stellte die Arbeiterkammer Oberösterreich zur Standortdebatte am Freitag in Linz fest. Die AK-Spitze erklärte, Österreich stehe gut da, es gehöre zu jenen Ländern, die wirtschaftlich am leistungsfähigsten und auch am reichsten seien. Schlechtere Wettbewerbsfähigkeit Österreichs durch Stromkosten, Steuerbelastung und Überbürokratisierung sei nicht gegeben. Es gebe aber durchaus offene Baustellen, wie das Bildungsthema zeige. Die Wirtschaftskammer hingegen verlangte ein Ende des Reformstaus, weil dieser auch den Mittelstand belaste.

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Losgetreten hatte die Debatte Voest-Chef Wolfgang Eder mit seiner Überlegung, den Produktionsstandort in die USA zu verlegen. Christoph Matznetter, Chef des SP-Wirtschaftsverbandes, hielt Kritikern gestern die Exporterfolge der heimischen Wirtschaft und gute Gewinne entgegen. „Wir sind nicht abgesandelt, wir sind top“, sagte Matznetter.

Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) will das Problem weltweit gelöst wissen: „Es ist wichtig, dass wir zu internationalen Verpflichtungen kommen.“ Er plädiert nach wie vor für ein ambitioniertes Klimaziel bis 2030.

Was die Produktionskosten weltweit angeht, zeigt indes eine Studie der Boston Consulting Group Erstaunliches auf. China ist demnach zwar immer noch das wettbewerbsfähigste Land der Welt, liegt aber nur noch knapp vor den USA. Mexiko wäre billiger als China, allerdings machen Korruption und Kriminalität den Vorteil zunichte. Der günstigste Standort in Westeuropa ist Großbritannien. Stark verloren haben Brasilien, Tschechien, Polen und Russland. (TT, APA)

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