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Chile: Boliviens Zugang zum Meer „für immer geschlossen“

Santiago de Chile/La Paz/Den Haag (APA/AFP) - Chile hat die Forderung Boliviens nach einem Zugang zum Meer entschieden zurückgewiesen. Der Z...

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Santiago de Chile/La Paz/Den Haag (APA/AFP) - Chile hat die Forderung Boliviens nach einem Zugang zum Meer entschieden zurückgewiesen. Der Zugang sei „für immer geschlossen“, sagte der chilenische Außenminister Heraldo Munoz am Freitag dem Sender CNN Chile. Bolivien hat in dieser Frage den Internationalen Gerichtshof in Den Haag angerufen.

Es verlangt Verhandlungen mit Chile, damit dieses dem Nachbarland einen Zugang zum Meer gewährt und mithin Gebiete abtritt. „Dagegen haben wir gute Argumente“, sagte Munoz.

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Der bolivianische Präsident Evo Morales hatte die Klage dem Haager Gericht am 15. April überreicht. Bolivien strebt an, wieder eine maritime Nation zu werden und verlangt zu diesem Zweck einen „vollkommen souveränen Zugang zum Pazifischen Ozean“. Bolivien hatte 1879 seinen Zugang zum Meer verloren, als es nach einem Krieg mit Chile rund 120.000 Quadratkilometer Land und eine Küstenstrecke von fast 400 Kilometer abtreten musste.

La Paz drängt seit Jahren darauf, von Chile einen Zugang zum Meer zu erhalten. Chile beharrt jedoch darauf, dass die Grenzen im Friedensvertrag von 1904 festgelegt worden seien. Nach Ansicht Boliviens ist dieses Abkommen allerdings nicht gültig, da es unter Zwang unterzeichnet wurde. Beide Länder unterhalten seit 1978 keine diplomatischen Beziehungen zueinander.

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~ WEB http://www.icc-cpi.int/ ~ APA613 2014-04-25/19:39


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