Entgeltliche Einschaltung

Finanztransaktionssteuer kommt laut EU-Diplomaten nicht vor 2016

Eine entsprechende Erklärung der elf Länder werde am Dienstag den EU-Finanzministern in Brüssel vorgelegt.

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Brüssel - Die Finanztransaktionssteuer in elf Ländern der Eurozone wird EU-Diplomaten zufolge nicht vor 2016 eingeführt. Die Staaten, zu denen Deutschland, Frankreich und Österreich zählen, wollten den rechtlichen Teil zwar bis Ende diesen Jahres auf den Weg bringen, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Steuer solle aber erst ab 2016 umgesetzt werden. Eine entsprechende Erklärung der elf Länder werde am Dienstag den EU-Finanzministern in Brüssel vorgelegt. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte vor den Beratungen mit seinen Kollegen, dass die Einführung der Finanztransaktionssteuer Schritt für Schritt erfolgen werde: „Die Interessen der teilnehmenden Länder sind so unterschiedlich, dass wir in einem ersten Schritt nur eine begrenzte Besteuerung von Aktien und einigen Derivaten vornehmen können.“

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Ursprünglich war angedacht, Aktiengeschäfte mit 0,1 Prozent und Derivate-Transaktionen mit 0,01 Prozent zu besteuern. Anleihen sollen den Insidern zufolge vorerst ausgeklammert bleiben. Viele Finanzinstitute haben sich bereits auf eine abgespeckte Version der Steuer eingestellt. Die Deutsche Börse rechnet etwa damit, dass am Ende auch in der EU in erster Linie der Aktienhandel besteuert wird, wie dies in Frankreich und Großbritannien bereits der Fall ist. (APA/Reuters)


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