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Laienschauspieler aus acht Ländern bei Dresdener Bürgerbühnenfestival

Dresden (APA/dpa) - Der Bürger wird zum Schauspieler: Beim ersten internationalen Bürgerbühnenfestival (17. bis 24. Mai) in Dresden stehen L...

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Dresden (APA/dpa) - Der Bürger wird zum Schauspieler: Beim ersten internationalen Bürgerbühnenfestival (17. bis 24. Mai) in Dresden stehen Laienschauspieler aus acht europäischen Ländern im Scheinwerferlicht. Eine Jury hat für das europäische Theatertreffen 13 Produktionen aus Dänemark, Deutschland, Moldau, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz und Tschechien ausgewählt.

Der älteste Darsteller ist 100 Jahre alt, die jüngste ein zehnjähriges Mädchen. Insgesamt sind 20 Vorstellungen in den beiden Spielstätten des Dresdner Schauspielhauses angesetzt. Dazu kommt ein Rahmenprogramm mit Workshops, Diskussionen und Vorträgen.

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Aus Österreich wird die Burgtheater-Produktion „Die letzten Zeugen“ bei dem Festival gezeigt. Das Erinnerungsprojekt von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann, in dem 75 Jahre nach dem Novemberpogrom 1938 mehrere Zeitzeugen mit ihren Texten auf der Bühne zu Wort kommen, ist auch beim derzeit laufenden 51. Berliner Theatertreffen vertreten.

Schon seit vielen Jahren gibt es in mehreren europäischen Ländern Vorhaben, bei denen Bürger in professionelle Produktionen einbezogen werden oder unter Anleitung von Profis selbst Theater machen. In Deutschland stehen dafür Namen wie Christoph Schlingensief (1960-2010) oder Volker Lösch. Regisseur Lösch hatte 2004 in Dresden in einer viel beachteten Inszenierung von Gerhart Hauptmanns „Die Weber“ nach antikem Vorbild einen Bürgerchor ins Spiel gebracht. Er gab wichtige Impulse für die späteren Bürgerbühnen in Deutschland.

(SERVICE - Internet: http://dpaq.de/Qx1sp)


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