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Vienna Independent Shorts: Ein Kurzfilmfestival wird „RADICAL“

Wien (APA) - 302 Filme aus mehreren Dutzend Ländern an vier Locations bringt Vienna Independent Shorts (VIS) zwischen 23. und 29. Mai auf di...

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Wien (APA) - 302 Filme aus mehreren Dutzend Ländern an vier Locations bringt Vienna Independent Shorts (VIS) zwischen 23. und 29. Mai auf die Leinwand. Das Kurzfilmfestival gibt sich in seiner elften Auflage „RADICAL“ - zumindest wenn man dem heurigen Schwerpunkt glauben darf. Poppige Pornos, herausragende Musikvideos und eine Reminiszenz an den „Opa des VIS“ finden sich im diversifizierten Programm.

Als Hauptspielstätte fungiert diesmal das Stadtkino im Künstlerhaus, das man sich mit den parallel stattfindenden Wiener Festwochen teilt. Zum Eröffnungsabend lädt man allerdings ins Gartenbaukino, wo insgesamt neun Streifen - darunter ein Überraschungsfilm - u.a. aus den USA, China oder den Niederlanden gezeigt werden.

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Daniel Ebner, künstlerischer Leiter des VIS, sprach in einer Pressekonferenz „in aller Bescheidenheit“ von der „bisher hochkarätigsten Ausgabe“ des Festivals. Neben einer Reihe von wohl nur einem Nischenpublikum bekannten Filmemachern flimmern diesmal auch Arbeiten u.a. von Spike Jonze, Isabella Rossellini oder dem Ex-Beastie-Boys-Frontman Adam Yauch über die Leinwand. Geschäftsführer Benjamin Gruber rechnet mit mehr als 10.000 Besuchern an sieben Tagen.

Mit dem Motto „RADICAL“ komplettiere man heuer - nach den Schwerpunkten „Pushing the Boundaries“ und „Strange Days“ in den beiden Jahren zuvor - die Festivaltrilogie, die sich mit gesellschaftspolitischen „Rand- und Nischenbereichen von Welt und Kino“ beschäftige, so Ebner. Gerade in Zeiten, in denen sich das Mainstreamkino auf Pre- und Sequels stürze und das Arthouse-Kino stromlinienförmiger werde, soll der Fokus auf Werken liegen, die „ein bisschen provozieren oder ein Unwohlgefühl erzeugen“. Dabei behilflich soll etwa das Programm „Girls with Guns“ sein.

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100 von mehr als 3.000 Einreichungen rittern heuer in verschiedenen Wettbewerbsschienen - beispielsweise „Fiction & Doncumentary“ oder „Animation Avantgarde“ - um 20.000 Euro Preisgeld. Mit zwei „Midnight Movies“ frönt man einerseits unter dem Motto „Tres chic“ dem trashigen Humor und andererseits dem „Pop Porn“ - denn: „Die Nachfrage nach Kurzfilmpornos ist da - und sie ist groß“, ließ Programmkoordinatorin Marija Milovanovic keinen Zweifel.

Während das Schikaneder für die Sparte Musikvideos - mit anschließenden Live-Konzerten der Bands Velojet und BRNS vor dem Lokal „Heuer“ am Karlsplatz - reserviert wird, steht das Filmmuseum ganz im Zeichen seines Mitbegründers Peter Konlechner, der 1962 die erste Kurzfilmwoche, „also sowas wie den Opa des VIS“ (Ebner), veranstaltete. Ebendort werden gemeinsam mit dem Medienkünstler Robert Seidel unter dem Titel „Penetrating Surfaces“ die Potenziale des Digitalen ausgelotet. Gemeinsam mit den Wiener Festwochen richtet VIS diesmal auch eine Sonntagsmatinee aus - Karikaturist Nicolas Mahler und Regisseur Matt Porterfield („I Used To Be Darker“) inklusive.

Bei soviel Anspruch darf die Muße nicht fehlen. Auflegereien in der Brut-Bar und im „Heuer“, ein Filmquiz in der Transporter Bar und die Closing Party im Ludwig & Adele sind nur einige Möglichkeiten, die geballte Ladung Kurz-Kunst ordnungsgemäß zu verdauen.

(S E R V I C E - 11. Kurzfilmfestival „Vienna Independent Shorts“, 23. bis 29. Mai, www.viennashorts.com )


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