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Leitbörsen in Fernost schließen einheitlich schwächer

Tokio (APA/dpa-AFX) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch einheitlich schwächer geschlossen. Marktbeobachter verwiesen zur Begründun...

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Tokio (APA/dpa-AFX) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch einheitlich schwächer geschlossen. Marktbeobachter verwiesen zur Begründung vor allem auf negative US-Vorgaben sowie die anhaltenden Sorgen um die Entwicklungen in der Ukraine. In Japan belastete zudem der weiterhin starke Yen.

Der Nikkei-225 Index in Tokio rutschte deutlich um 424,06 Zähler oder 2,93 Prozent auf 14.033,45 Punkte ab. Der Hang Seng Index in Hongkong verlor um 230,07 Zähler (minus 1,05 Prozent) auf 21.746,26 Einheiten. Der Shanghai Composite gab 17,96 Punkte oder 0,89 Prozent auf 2.010,08 Punkte ab.

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Mit Verlusten schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.236,43 Zählern mit einem leichten Minus von 9,13 Punkten oder 0,28 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney büßte 43,6 Zähler oder 0,80 Prozent auf 5.419,10 Einheiten ein.

Schwache Vorgaben haben an den wichtigsten asiatischen Börsen zu den teils deutlichen Kursverlusten beigetragen. Vor allem Tech-Werte hatte an der Wall Street am Vortag auf die Stimmung gedrückt und belasteten nun. Nachdem die Börse in Tokio wegen Feiertagen an den vorangegangenen zwei Tagen geschlossen geblieben war, führten japanische Papiere die Kursverluste in Asien an.

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„Die US-Wirtschaft erholt sich zwar. Dies reicht allerdings nicht aus, um angesichts der Sorgen über eine Verlangsamung der chinesischen Konjunktur und der Ungewissheiten in der Ukraine die Zuversicht der Anleger aufrecht zu erhalten“, sagte ein Marktstratege.

Chinas Wirtschaft zeigt weitere Anzeichen einer Konjunkturabkühlung. Das Wachstum des Dienstleistungssektors schwächte sich im April ab. Das zeigt der Einkaufsmanager-Index der Großbank HSBC und des Forschungsinstituts Markit, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Er fiel auf 51,4 von 51,9 Punkten im März, lag damit aber immer noch über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern.

Nachdem Twitter-Aktien mit einem Kurseinbruch nach Ablauf der Festhaltefrist für Insider den Rutsch der Tech-Werte angeführt hatten, setzte sich dieser Trend in Japan fort. Besonders schwach waren Aktien der Teilhaber am chinesischen Internethändler Alibaba. Der chinesische Konzern hatte seinen Börsengang in den USA beantragt, der Experten zufolge einer der größten der vergangenen Jahre werden könnte. Aktien der Softbank fielen um 5,10 Prozent, Papiere von Yahoo! Japan, ebenfalls an Alibaba beteiligt, gaben um 3,63 Prozent ab.

In Sydney gaben Aktien von Fletcher Building mehr als zweieinhalb Prozent ab, nachdem das Bauunternehmen die Aussichten für die Branchenentwicklung in Australien als betrübt bezeichnet hatte.


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