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Schlepper wegen Tötung eines Migranten auf Sizilien verhaftet

Rom (APA) - Zwei mutmaßliche Schlepper sind von der sizilianischen Polizei unter dem Verdacht festgenommen worden, den Tod eines 20-jährigen...

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Rom (APA) - Zwei mutmaßliche Schlepper sind von der sizilianischen Polizei unter dem Verdacht festgenommen worden, den Tod eines 20-jährigen Migranten verschuldet zu haben. Die Leiche des jungen Mannes aus Eritrea befand sich auf einem mit 290 Menschen völlig überfüllten Boot, dessen Insassen am Mittwoch von der Marine vor Sizilien gerettet wurden.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Männer aus Sierra Leone und Ghana. Ermittlungen der Polizei auf Sizilien haben ergeben, dass der 20-Jährige unmittelbar vor dem Ablegen des Bootes von der Küste Libyens geprügelt worden und im Gedränge durch Tritte verletzt worden war. Auch andere Migranten berichteten von Stockschlägen, als sie zum Einsteigen in das Boot gedrängt wurden.

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Der 20-Jährige aus Eritrea starb an Bord des Bootes. Die Bootsinsassen weigerten sich, seine Leiche ins Meer zu werfen. Die Behörden haben eine Obduktion des Toten angeordnet.

22.000 Migranten haben seit Jahresbeginn die italienischen Küsten erreicht, zehn Mal mehr als im Vergleichszeitraum 2013. Nach Angaben des Innenministeriums in Rom warten 800.000 Menschen in Libyen auf eine Fluchtmöglichkeit Richtung Italien. Populistische Parteien drängen auf ein Ende der Mission „Mare Nostrum“ zur Rettung der Flüchtlinge in Meer. Die Rettungsaktion würde die Schlepperei über das Mittelmeer fördern, behauptet unter anderem die Lega Nord.

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