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Zentralmatura - Ministerium: Keine spontane Verschärfung

Österreich-weit (APA) - Das Bildungsministerium hält am von Lehrer- und Schülervertretern kritisierten Benotungsschlüssel für die Englisch-Z...

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Österreich-weit (APA) - Das Bildungsministerium hält am von Lehrer- und Schülervertretern kritisierten Benotungsschlüssel für die Englisch-Zentralmatura fest. Dieser sei „nicht spontan verschärft worden“, hieß es auf APA-Anfrage. Allerdings hätte das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) nochmals über die Bewertungskriterien informieren müssen.

Bei der am Dienstag durchgeführten Englisch-Zentralmatura mussten für eine positive Beurteilung 63 Prozent der Punkte erreicht werden, bei den bisherigen Durchgängen waren es dagegen stets 60 Prozent gewesen. Das habe allerdings einen Grund: „Man findet für die Matura keine Texte, die exakt gleich schwer sind“, so eine Ministeriumssprecherin. Für die heurige Reifeprüfung sei ein Aufgabenpaket ausgewählt worden, das etwas leichter gewesen sei. Um die Vergleichbarkeit der Noten über mehrere Jahre zu gewährleisten, sei der Beurteilungsschlüssel angepasst worden. Dies wäre auch nicht im Nachhinein erfolgt, vielmehr sei diese Möglichkeit schon im Vorfeld bekannt gewesen.

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Darüber seien sowohl Schülervertreter als auch AHS-Direktoren und Schulaufsicht informiert worden. In den der APA vorliegenden Bifie-Info-Materialien heißt es auch tatsächlich, dass für ein Genügend insgesamt „mindestens 60 Prozent“ der Punkte zu erreichen sind - mit der Fußnote: „Dieser Wert kann in Abhängigkeit vom Schwierigkeitsgrad der Aufgaben geringfügig variieren.“ In den im April an die Direktionen versendeten „Erläuterungen zur Benotung“ findet sich ebenfalls ein ähnlicher Passus: „Die Schwelle zwischen ‚Nicht genügend‘ und ‚Genügend‘ im Notenschlüssel beträgt ungefähr 60 (entspricht 60 Prozent bei einer maximal erreichbaren Anzahl von 100 gewichteten Punkten). Der tatsächliche Betrag der Notenschwellen unterliegt jedoch je nach Schwierigkeit der in den Klausurheften enthaltenen Aufgaben leichten Variationen.“

Dieser Hinweis hat sich aber offenbar nicht bis zu den Englisch-Lehrern durchgesprochen. Der Passus gilt übrigens für alle Reifeprüfungen in den lebenden Fremdsprachen - also auch Französisch, Italienisch und Spanisch.

In einem Brief an die AHS-Direktoren versucht das Ministerium jetzt die Information nachzuholen. Dort heißt es etwa: „Für die Benotung der Matura in einer lebenden Fremdsprache gibt es daher einen flexiblen Beurteilungsschlüssel, da es schwer möglich ist, Aufgabenstellungen zu finden, die bei jedem Maturatermin den exakt gleichen Schwierigkeitsgrad aufweisen.“ Deshalb liege die Schwelle für eine positive Beurteilung diesmal bei 63 Prozent: „Das ist korrekt und entspricht dem neuen Benotungsprinzip, das Anforderungsniveau der Matura insgesamt ändert sich dadurch nicht.“

Die FPÖ ortet in einer Aussendung wieder eine „Bifie-Panne“, das Team Stronach fordert eine Auflösung des Instituts. Die NEOS orten „mangelnde Professionalität und Transparenz in der Schulentwicklung“.


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