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Conchita Wurst löst für Österreich das Finalticket

Die bärtige Lady hat es geschafft und holt im 2. Halbfinale einen der Aufstiegsplätze.

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Kopenhagen – Die bärtige Lady hat es geschafft: Conchita Wurst zieht für Österreich beim Eurovision Song Contest 2014 ins Finale am Samstag ein. Die 25-jährige Dragqueen setzte sich mit ihrer Gänsehautballade „Rise Like A Phoenix“ im 2. Halbfinale des Musikwettbewerbs durch und errang mit Startplatz Nr. 6 im 15-köpfigen Teilnehmerfeld eines der begehrten zehn Finaltickets.

Die Aufsteiger im 2. Halbfinale des Eurovision Song Contest 2014: Finnland, Griechenland, Malta, Norwegen, Österreich , Polen, Rumänien, Schweiz, Slowenien, Weißrussland

Ausgeschieden sind:

Georgien, Irland, Island, Litauen, Mazedonien

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Das letzte Mal war dies für Österreich Nadine Beiler 2011 geglückt. Nun tritt Wurst am Samstagabend bei der großen Endrunde in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen gegen 25 weitere Länder an. Die Wettbüros räumen der Diva der besonderen Art dabei derzeit zumindest einen Platz unter den Top Ten ein.

Neben Österreichs Glamourdiva haben auch neun weitere Länder den Aufstieg in den Kreis der letzten 26 geschafft. Anders als beim 1. Halbfinale am Dienstag gab es dabei nicht nur eine Überraschung aus. Wie von den Wettbüros prognostiziert, konnte sich Rumänien mit dem einzigen Frau-Mann-Duo des Abends - Paula Seling & OVI samt ihrer schnellen Nummer „Miracle“ - qualifizieren.

Mit melancholischeren Klängen gelang auch Norwegens Solist Carl Espen mit seiner Ballade „Silent Storm“ der Aufstieg, während die aufgedrehten Hip-Hoper Freaky Fortune feat. Risky Kidd mit einer Trampolininszenierung zu „Rise Up“ ein Tickets lösten. Mit sympathisch-reduziertem Folkrock überzeugten die Malteser Firelight mit „Coming Home“.

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Mit jungem Indie-Charme nahmen die Rocker der finnischen Band Softengine („Something Better“) die Zuschauer und Jurys offensichtlich ebenso für sich ein wie der weniger jugendfreie Charme der polnischen Formation Donatan & Cleo. Deren derbe Rap-Hymne „My Słowianie (We are Slavic)“ samt großbusigen Butterstampferinnen gefiel aber ebenso wie der Schweizer Strahlemann Sebastiano Paa-Lessi alias Sebalter, der mit dem Bluegrass-Song „Hunter Of Stars“ auf einen gepfiffenen Refrain setzte.

Ein anderes Pfeifen, nämlich das Flötespielen, brachte Sloweniens Tinkara Kovac und ihrem Song „Round and Round“ überraschend den Aufstieg - anders als im Vorfeld prognostiziert. Und auch Käsekuchen war wider Erwarten gefragt: Für Weißrusslands Teo reichte es mit „Cheesecake“ jedenfalls für den Einzug ins Finale.

Wie erwartet ausgeschieden sind hingegen Georgiens Fusionsbeitrag „Three Minutes To Earth“, bei dem The Shin & Mariko von Folklore über Bach bis zu Soul alles vermengten, was die Musiksparten hergeben. Auch Litauens Vilija Mataciunaite bettelte mit „Attention“ vergebens um Aufmerksamkeit, was ebenso auf die toughe Pink-Apologetin Tijana aus Mazedonien mit ihrem Beitrag „To The Sky“ zutraf. Anders als von der ESC-Gemeinde vorhergesagt muss Israels Rockerbraut Mei Feingold mit ihrem kehligen „Same Heart“ ebenso die Heimreise antreten wie die ebenfalls mit eher dunkler Stimme ausgestattete irische Combo Can-Linn feat. Kasey Smith, deren tribale Nummer „Heartbeat“ nicht für die Qualifikation genügte.

Bei der Show selbst setzte sich indes der Trend des 1. Halbfinales fort: Die im Industrialstil adaptierte einstige Schiffswerft B&W Hallerne beeindruckte erneut mit einem technischen Feuerwerk vor gut 10.000 Live-Zuschauern, wofür erstaunliche 1.200 Quadratmeter LED-Fläche und 2.810 Scheinwerfer im Einsatz waren. Alles andere als beeindruckend führte indes das Host-Trio, bestehend aus den beiden Profimoderatoren Nikolaj Koppel und Lise Rönne sowie dem „Borgen“-Schauspieler Pilou Asbaek durch den Abend. Farb- und humorlose Routine folgte da auf die im Vorjahr mit schelmischem Charme durch die Show geleitende schwedische Komödiantin Petra Mede. (APA)


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