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Papst rief Vereinte Nationen zu Kampf gegen Armut auf

Vatikanstadt/New York (APA) - Papst Franziskus hat die Vereinten Nationen zu einem entschiedenen Kampf gegen Armut und Hunger aufgerufen. „E...

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Vatikanstadt/New York (APA) - Papst Franziskus hat die Vereinten Nationen zu einem entschiedenen Kampf gegen Armut und Hunger aufgerufen. „Ein wichtiger Teil der Menschheit ist weiterhin ausgeschlossen von den Wohltaten des Fortschritts“, sagte der Papst am Freitag laut Kathpress in einer Rede vor UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und den Leitern der UN-Behörden im Vatikan.

Die Betroffenen würden zu „Menschen zweiter Klasse“ degradiert, so Franziskus. Notwendig sei ein effektives Vorgehen gegen die strukturellen Ursachen von Armut und Hunger. Ferner müsse die internationale Staatengemeinschaft dafür eintreten, dass alle Menschen eine würdige Arbeit hätten und die Umwelt geschützt werde. Dazu müssten die Ziele für eine nachhaltige Entwicklung mit „Großherzigkeit und Mut“ formuliert werden, so Franziskus.

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Zugleich forderte der Papst die UN zu einem „angemessenen Schutz“ der Familie auf. Dies sei ein „wesentliches Element“ für jede nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Das Bewusstsein dafür, dass das Leben jedes Menschen „von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende“ heilig und unverletzlich ist, müsse gestärkt werden.

Zugleich würdigte Franziskus erste Fortschritte der UN im Kampf gegen Armut sowie der Förderung von Bildung. Weitere Verbesserungen seien jedoch notwendig. Die Leiter der UN-Behörden halten sich gegenwärtig zu ihrem jährlichen Treffen in Rom auf.

Die Vereinten Nationen müssten sich einem Wirtschaftsmodell widersetzen, das Menschen ausschließe, die keinen Beitrag mehr zur Volkswirtschaft leisteten, führte Franziskus in seiner Rede aus. Leider könnten eine solche „Wirtschaft der Ausgrenzung“ und eine „Kultur des Todes“ leicht zu einer „passiv akzeptierten Mentalität“ werden.


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