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Wien will „die Wurst“: Triumphaler Empfang für Conchita

Riesenjubel in Wien: Bei der Ankunft von ESC-Siegerin Conchita Wurst ist die Begeisterung grenzenlos. Ihren Sieg sieht sie als länderübergreifendes Statement gegen Diskriminierung.

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Nach dem gestrigen Sieg des Eurovision Song Contest wurde Conchita Wurst am Sonntagmittag in Wien in Empfang genommen - kreischende Fans, lauernde Journalisten und Confetti-Regen inklusive.
© REUTERS/Leonhard Foeger

Kopenhagen, Wien – Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest ist Conchita Wurst Sonntagmittag von Hunderten von begeisterten Fans am Wiener Flughafen begrüßt worden. Der Triumph mit der Ballade „Rise Like A Phoenix“ sei auch ein länderübergreifender Sieg gegen die Diskriminierung, sagte der Travestiestar am Sonntag vor Reportern.

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ESC 2014

Wurst-Wahnsinn im WWW http://go.tt.com/1gafZHo

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Zur Ticker-Nachlese: http://go.tt.com/1gnf68M

Porträt: Conchita Wurst - Ein Mann geht ihren Weg http://go.tt.com/1mKSXcw

Ein Konfettiregen begleitete die frischgekürte Siegerin auf ihrem Weg zu einer internationalen Pressekonferenz mit rund 500 Berichterstattern. Fans feierten sie mit Österreich-Fahnen und Spruchbändern, Regenbogenfahnen und Sprechchören. Viele Anhänger hatten sich für den Empfang wie ihr Idol aufgemacht und sich Vollbärte ins Gesicht gemalt.

Conchita betonte, sie wünsche sich „eine Zukunft ohne Ausgrenzung und Diskriminierung“. Auch dafür sei sie in Kopenhagen auf die Bühne gegangen. Mit einer souverän-monumentalen Performance überzeugte Conchita beim Eurovision Song Contest 2014 halb Europa. Allein aus 13 Ländern wurde ihr die Höchstpunktzahl von 12 zugesprochen - von Israel bis Spanien. Dabei war der Triumph für die bärtige Lady eindeutig, aber keineswegs von Anfang an klar. Zwar schob sich die Österreich-Vertreterin schnell an die Spitze der Teilnehmerländer, die Niederlande aber hart auf den Fersen.

Am Ende konnte sich die Wurst durchsetzen und brach in Tränen aus. Der Sieg beim größten Musikwettbewerb der Welt sei jedenfalls keineswegs eine kleine Sache für sie: „Ich nehme das nicht für selbstverständlich, weil es von einer Sekunde a***uf die andere zu Ende sein kann.“

Im figurbetonten, bodenlangen, goldfarbenen Abendkleid schluchzte die Wurst: „Diese Nacht widme ich allen, die an Frieden und Freiheit glauben. Wir sind eine Einheit. Ich habe hier soviel mehr bekommen als nur eine Trophäe.“

Den Tag nach dem Song-Contest-Sieg können Sie im Newsblog von TT Online mitverfolgen. (Deborah Darnhofer und Tamara Stocker mit Material von APA und DPA).

Conchita Wurst gewinnt ESC 2014

ESC-Überblick

18:23 Uhr


Pressestimmen aus Nordeuropa

18:01 Uhr

"Berlingske Tidende" (Kopenhagen):

"Österreich lieferte einen Höhepunkt 'second to none'. Wer kann Tränen, Diva-Kleidern und einem Bart widerstehen - und Wursts Botschaft, dass der Sieg allen gehört, die sich 'Frieden und Freiheit' wünschen?"

"Ilta-Sanomat" (Helsinki):

"Sie ist nicht mehr eine bärtige Frau, sie wurde zur Königin Europas erhoben. Schön, dass auch die Finnen Österreich die meisten Punkte gaben."

"Aftenposten" (Oslo):

"Eine Ohrfeige für alle Homophoben in Europa".

"Sydsvenskan" (Malmö):

"Die Wurst war nicht zu stoppen. (...) 'Rise like a Phoenix' stieg auf und brachte Österreich wieder auf die Songcontest-Landkarte zurück."

"Göteborgs-Posten" (Göteborg):

"Was für ein Liebes-Schock! Conchita Wurst aus Österreich gewann über ganz Europa mit ihrer mächtigen Ballade."

"Svenska Dagbladet" (Stockholm):

"Schon im Semifinale war die Publikumsunterstützung für Conchita Wurst beispiellos. Am Samstag fegte sie dann alle mit sich. (...) Ich glaube, ich habe noch nie einen vergleichbaren Applaus in der Geschichte des Songcontests gehört."


ORF-Talk "Im Zentrum" heute zu Conchita Wurst

17:40 Uhr

Die heute, Sonntag, um 22.00 Uhr in ORF 2 stattfindende Talksendung "Im Zentrum" hat kurzfristig das Thema geändert. Anstatt "Bettelarm! Kleine Spende - großes Geschäft?" widmet sich die Diskussion dem Sieg von Conchita Wurst beim gestrigen Song Contest in Kopenhagen.

Teilnehmer an der Diskussion "Das Phänomen Conchita Wurst" mit Ingrid Turnher sind u.a. Life-Ball-Origanisator Gery Keszler, Schauspielerin Ursula Strauß und Philosoph Peter Kampits.

Die Dokumentation "Conchita - Queen of Austria" zeigt Conchita Wursts Auftritt in Kopenhagen, die Stunden danach sowie ihre Ankunft in Österreich mit anschließender Pressekonferenz und beleuchtet, wie aus Tom Neuwirth Conchita Wurst wurde.


Vier Stunden lang "Rise Like A Phoenix"

17:34 Uhr

Der Radiosender 88.6 hat den Sieger-Song heute Vormittag ganze 48 Mal am Stück ohne Unterbrechung gespielt.

Conchita konnte es kaum glauben:

"Warum macht man sowas? Mutige Aktion."


Späte Reue: HC Strache gratuliert Conchita doch noch

17:28 Uhr

Nach Spott im Vorfeld hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache der Song Contest-Siegerin Conchita Wurst am Sonntagnachmittag doch noch gratuliert, musste aber ein wenig am Wording feilen. Seine ursprüngliche Formulierung im Facebook-Post ("Ich stehe nicht an, zu gratulieren") war nämlich von vielen Followern und Usern als das Gegenteil verstanden worden, weswegen es heftige Kommentar-Schelte setzte.

Die vermeintlich negative Stellungnahme brachte ihm bei einigen Anhängern zwar Wohlwollen ein, andere allerdings gaben sich regelrecht "enttäuscht". Strache vermutete dann seinerseits, dass manche wohl "nicht sinnerfassend lesen" könnte - und überarbeitete seinen Eintrag: "Ich gratuliere" hieß es somit unzweideutig. Die Einleitung blieb gleich, nämlich ein Verweis auf die "Unterschiedlichkeit von Auffassungen, die Menschen im Hinblick auf 'Kunstfiguren' wie Conchita Wurst durchaus berechtigt haben können".


Unglaublicher Anstieg

17:23 Uhr

Noch vor dem Halbfinale am Donnerstag hatte Conchita knapp 30.000 Facebook-Fans. Mittlerweile ist diese Zahl auf 330.000 gestiegen - und es werden stündlich Tausende mehr. Auch auf Twitter hat sie reichlich Follower gewonnen: Knapp 62 Tausend.

Ihr erster Post nach dem großen Finale hat bereits mehr als 115.000 Likes - das Bild selbst spricht Bände.

Auch auf YouTube schnellen die View-Zahlen rasant in die Höhe. So wurde das Video zu "Rise Like A Phoenix" unglaubliche 7,1 Millionen mal angesehen. Der Halbfinal-Auftritt zählt ganze 3,3 Millionen Views. Die gestrige Live-Performance kratzt auch schon an der zwei Millionenmarke. Tendenz steigend!


Lauter Empfang am Wiener Flughafen

17:13 Uhr

Kreischgesänge und Jubelchor: Bei der Ankunft von Conchita Wurst flippt die Menge völlig aus, wie ein Video beweist.


Das sagen ehemalige ESC-Teilnehmer

14:57 Uhr

Im Gespräch mit TT Online zeigt sich Nadine Beiler, die 2011 für Österreich ins Rennen ging, überwältigt:

"Es ist wirklich unglaublich. Selbst nachdem man eine Nacht darüber geschlafen hat! Ich freue mich so riesig für unsere Conchi, dass ich gestern vor dem TV fast mitheulen musste. Ein historischer Moment für Österreich! Dass der ESC nächstes Jahr bei uns stattfindet ist wahnsinnig toll, das wird an die Fußball-EM erinnern. Nur mit noch mehr 'Love and Peace'. Das werd ich mir sicher nicht entgehen lassen"

Die Reaktionen auf den Sieg weiterer österreichischer Ex-ESC-Teilnehmer lesen Sie hier: http://go.tt.com/1jOCa4T


Medien aus englischsprachigem Raum

14:52 Uhr

Voll des Lobes sind englischsprachige Medien vom ESC-Sieg der Österreicherin.

„Irish Times“ (Onlineausgabe) schrieb nach dem Triumph von „Austria‘s bearded lady“ (Österreichs bärtiger Dame):

„Es gibt beim Siege beim Songcontest und historische Siege. Der von vergangener Nacht fällt in letztere Kategorie“

Auf das geballte, via Twitter geäußerte Lob wies das britische Blatt „Independent“ hin. Eine Mutter habe geschrieben:

„Ich bin so froh, dass meine Kinder in einer Zeit leben, in der Conchita und nicht Hitler Österreich repräsentiert.“

Die Berichte über Conchitas Bart würden nicht annähernd dem „vielleicht ergreifendsten Eurovisionsbeitrag dieses Jahres“ gerecht werden“, bloggte die britische U-Bahn-Zeitung „Metro“.

„Das ist diese Art von Lied, die einen James Bond Film zieren könnte, und man kann sich leicht vorstellen, wie Shirley Bassey es unter der Dusche, wenn nicht sogar auf der Bühne, schmettert.“

Selbst in Amerika wird man Conchita Wurst nun kennen. Denn sogar dem einflussreichen Branchen-Magazin „Variety“ war der Songcontest einen Online-Bericht ihres London-Korrespondenten mit einem großen Foto der Siegerin wert.


Spanische und Schweizer Pressestimmen zum Sieg

14:49 Uhr

Spaniens größte Tageszeitung „El Pais“ schreibt:

„Sieg der Übertretung. Die Österreicherin Conchita Wurst gewinnt mit einer intensiven, klassischen Ballade Eurovision 2014. Die Drag Queen überzeugte mit ihrer sicheren Interpretation und einem guten Chor, die beide mindestens genau so kraftvoll waren wie ihr Äußeres. Ein begrüßenswerter, andersartiger Erfolg.“

Die Online-Ausgabe des Schweizer Boulevardblatts „Blick“ titelt „Europa ist Wurst!“ und führt aus:

„Die Dragqueen aus Österreich gewinnt den Eurovision Song Contest. (...) Die lange Durststrecke der Ösis hat ein Ende (...) Auf diesen Moment musste unser Nachbarland lange warten.“


Conchita freuen fragende Kinder

14:45 Uhr

„Ich liebe die Frage von Eltern, wie sie das ihren Kindern erklären sollen“, schmunzelte Conchita Wurst angesichts des heutigen Muttertags.

„Es ist der Job von Eltern, ihre Kinder zu toleranten Persönlichkeiten zu erziehen. Und es ist sehr einfach: ‚Weißt du, mein Schatz, es gibt Menschen, die sind einfach ein bisschen bunter als andere, und das ist ein junger Mann, der gerne Frauenklamotten trägt und der dafür nicht ausgelacht werden möchte.‘ Und wenn man das so erklärt, verstehen das die Kinder auch - die sind unterm Strich sowieso viel weiter, als man denkt.“


Jury verhinderte hohes Wurst-Votum aus Deutschland

14:26 Uhr

Uneinigkeit zwischen Jury und Fans in Deutschland: Während die Zuschauer in Deutschland die spätere Siegerin Conchita Wurst aus Österreich beim Eurovision Song Contest per Telefon, SMS und App auf Platz eins wählten, stimmte die fünfköpfige Jury einstimmig für Dänemark (Endergebnis Platz 9). Österreich sah die Experten-Jury dagegen nur auf Rang 11.


ESC-Rekord

14:04 Uhr

13 Mal hat Conchita Wurst 12 Punkte erhalten. Das hat es in der Geschichte Österreichs beim Song Contest noch nie gegeben. Aus 32 von 37 Ländern gab es Punkte für Conchita Wurst. Die Übersicht zur Punkte-Verteilung gibt's hier >>> http://go.tt.com/1nBxIXE


Großer Andrang am Flughafen

13:42 Uhr

Hunderte Journalisten und mindestens ebenso viele Fans haben der ESC-Gewinnerin Conchita Wurst einen fulminanten Empfang am Wiener Flughafen bereitet. (Foto: REUTERS/Leonhard Foeger)


"Sensationelle Stimmung" in Wursts Heimatgemeinde

13:33 Uhr

Von einer "sensationellen Stimmung" in der Gemeinde sprach Karl Kaniak, Bürgermeister von Bad Mitterndorf - der Heimatgemeinde von Tom Neuwirth und der von ihm kreierten Kunstfigur Conchita Wurst - auf Anfrage der APA. "Jeder im Kirchhof hat über den großartigen Erfolg gesprochen uns sich gefreut, auch der Herr Pfarrer. Alle sind extrem froh über den Sieg", so der Bürgermeister.

"Selbstverständlich" werde man Neuwirth einen unvergesslichen Empfang bereiten, wenn er seine Heimatgemeinde besuchen wird. Seine Eltern betreiben dort seit vielen Jahren ein Gasthaus. "Wir rechnen nicht damit, dass es so bald sein wird, denn er hat jetzt sicherlich einen extrem engen Terminplan", schätzte Kaniak. Auf jeden Fall werde es groß aufgezogen werden: "Wir sind, was das Feiern anbelangt, ja Gott sei Dank nicht ganz unerfahren."

Den Siegesauftritt von Conchita Wurst in Kopenhagen haben die Bad Mitterndorfer Samstagabend bei einem Public Viewing im Kurpark mitverfolgen können, wo im Anschluss bis in die frühen Morgenstunden gefeiert wurde. "Heute sind wir alle ein bisschen müde - und extrem stolz", so der Bürgermeister. (Das Ortsschild der Wurst-Heimatgemeinde wurde bereits umbenannt. Foto: Twitter/alexneuper)


Konferenz-Übertragung beendet

13:29 Uhr

"Das nächste Jahr wird immer wieder im Zeichen der Wurst stehen", damit verabschiedet sich Kati Bellowitsch von der Pressekonferenz.


Das zweite Mal

13:27 Uhr

Zweimal hat Conchita ihren Song "Rise Like A Phoenix" performt. Aber wie hat sie die Auftritte empfunden?

"Es war besser, als ich es mir vorgestellt habe. Es war überwältigend. Mein Kleid war um die Knie rum so eng, dass ich dieser Welle der Emotion beinahe nicht standgehalten hätte. Es war... ich hab einfach immer noch nicht das passende Wort dafür."


Wie geht es weiter?

13:24 Uhr

"Ich habe keinen konkreten Fahrplan, will aber weiter Musikmachen. Das ist auch mein Hauptziel", meint die ESC-Gewinnerin während der Pressekonferenz.


Merci

13:22 Uhr

"Dieses Team war essentiell für das, was passiert ist." Conchita bedankt sich beim gesamten Team. "Ihr habt großartige Arbeit geleistet. Ihr habt mir ein Geschenk gemacht - ihr wisst gar nicht, wie viel mir das bedeutet."


Angebote aus Amerika

13:21 Uhr

Angeblich sollen bereits Angebote aus Amerika eingegangen sein. Conchita Wurst etwas verwundert zu ihrem Manager: "Warum muss ich das von ServusTV erfahren?"

TV-Produzenten aus Los Angeles sollen sich bereits gemeldet haben. "Keeping Up with Wurst" oder "CSI: Sausage" fallen Conchita Wurst und Andi Knoll dazu ein.


Starkes Statement

13:20 Uhr

"Ich beschäftige mich nach wie vor nicht mit Negativitäten gegen meine Person."


Spannung während der Punktevergabe

13:19 Uhr

"Wir saßen da und ich habe in die Runde gesagt, wir sind gerade eine Minute auf Platz eins, genießt das - das wird so nicht bleiben." Später wurden es dann aber immer mehr Minuten. "Ich konnte es nicht glauben, ich war fassungslos."


Wo findet der ESC statt?

13:18 Uhr

Conchita Wurst ist gespannt, wo der ESC stattfinden wird: "Ich könnte auch meine Garage ausbauen."


500 Journalisten

13:17 Uhr

Andi Knoll beschreibt gerade die Stimmung bei der Pressekonferenz. Er schätzt, dass ungefähr 500 Journalisten vor Ort sind.


"We are unstoppable"

13:16 Uhr

"We are unstoppable" - ein Conchita-Zitat, das ein französischer Journalist näher hinterfragen möchte.

Also, liebe Conchita. Wer ist damit gemeint?

"Menschen, die so denken wie ich. Die eine Zukunft vor sich sehen, die ohne Ausgrenzung und Diskriminierung funktioniert. Das Gute gewinnt immer."

Die Message war unter anderem an Putin gerichtet.


13:10 Uhr

Andi Knoll führt durch die Pressekonferenz. Der erfahrene Moderator zeigt sich begeistert über den Medienansturm.

Conchita Wurst zu Beginn: "Ich werde oft gefragt, wann der Moment war, wo ich realisiert habe, dass ich gewonnen habe. Nun ja... Erst nächste Woche."

Die Journalisten dürfen nun Fragen stellen.


Eine würdige Nachfolgerin

13:08 Uhr

Generaldirektor ORF Alexander Wrabetz: "Man kann Conchita zu diesem Erfolg nur gratulieren."

Laut ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bekennt sich auch Udo Jürgens zu seinem Fan Dasein. "Sie ist eine würdige Nachfolgerin", ließ er in einer Stellungnahme verlauten. Sie setze ein positives Signal für Toleranz und Vielfalt.


Freude und Missgunst bei den Politikern

13:05 Uhr

Grüne-Politikerin Ulrike Lunacek hat der Sieg sehr berührt. "Ich habe geweint", gestand sie im Interview mit dem ORF.

Wenig Freude mit dem Sieg hat hingegen FPÖ-Politiker Harald Vilimsky. Er glaube nicht, dass Homosexuelle in Österreich diskriminiert werden.


Stimmen vom Wiener Flughafen

13:03 Uhr

Reporter beschrieben die Stimmung bei der Ankunft der ESC-Siegerin als "völlig verrückt". Der Empfang am Flughafen Wien-Schwechat sei ein "großes Fest der Toleranz in Europa". Auf dem Weg zu einer Pressekonferenz winkte und dankte Conchita Wurst Conchita immer wieder ihren Anhängern.

" Conchita ist gegen Diskriminierung, darum lieben wir sie", sagte ein Fan. Ein anderer fügte hinzu: "Ich bin immer noch fassungslos, dass Europa wirklich so tolerant ist." Eine junge Frau meinte: "Dies ist ein Zeichen von Liebe, Toleranz und Offenheit."


Triumphaler Empfang in Wien!

13:03 Uhr

Jubelnde Fans und Chorgesänge von "Rise Like A Phoenix" - so wurde Conchita Wurst heute am Flughafen Wien-Schwechat empfangen.

"Dankeschön für diejenigen die immer schon da waren. Dankeschön an die diejenigen, die es jetzt verstanden haben. Danke, dass mein Traum erfüllt wurde!",

zeigt sie sich überwältigt.


Wurst-Wahnsinn im WWW

12:59 Uhr

Rund um den Song-Contest-Triumph von Conchita Wurst hat auch das World Wide Web so einiges zu bieten. Die Highlights finden Sie in unserem Bilder-Blog http://go.tt.com/1gafZHo

(Foto: Twitter/SZmagazin)


Lustige Wortspiele

12:48 Uhr

Nicht nur die Song-Contest-Krone ist ihre. Auch in Sachen medialer Wortwitze ist sie zweifelsfrei die Siegerin. Sie haben noch mehr für uns? Schicken Sie uns ihre Wort- und Wurstspiele an forum@tt.com!

- Jetzt geht's um die Wurst

- Ende der Wurststrecke: Österreich holt den ESC!

- Brot für die Welt. Wurst für Europa.

- Die Wurst ist in aller Munde.

- And the Wiener is...

- The Wiener takes it all

- Der ESC ist uns Wurst.

- Conchita wurstelt sich weiter.


Conchita euphorisch am Flughafen Wien empfangen

12:37 Uhr

Die strahlende Song Contest-Königin Conchita Wurst ist heute, Sonntag, um 12.15 Uhr von einer euphorischen Menge lautstark am Flughafen Wien Schwechat empfangen worden. Sprechchöre und kreischende Fans, Österreich- und Regenbogenfahnen, aufgemalte Vollbärte, fliegende Herzen, gezückte Smartphones und ein Glitterregen wurden der frischgebackenen Siegerin von Hunderten Menschen entgegen gebracht.

Wurst präsentierte sich stolz mit der gläsernen Eurovisions-Trophäe in der Hand und in Begleitung von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Gegen 13 Uhr wird sie sich im nahegelegenen NH Hotel Vienna Airport bei einer Pressekonferenz Journalisten stellen. Aktuelle Bilder folgen in Kürze...


Social-Media-Reaktionen

12:30 Uhr

Im Internet geht es derzeit um die Wurst. Auf zahlreichen sozialen Netzwerken ist Conchita Wurst DAS Thema. Auf Facebook meldeten sich einige ehemalige ESC-Teilnehmer und andere Promis zu Wort:

Lena Meyer-Landrut (deutsche Song Contest-Gewinnerin 2010): "Herzlichen Glühstrumpf Conchita Wurst"

Eric Papilaya (Österreichs Song Contest-Vertreter 2007, scheiterte im Halbfinale): "Scheinbar interessiert sich sogar ganz Europa für österreichische Musik! haha"

Alf Poier (Wurst-kritischer Kabarettist, Österreichs Song Contest-Vertreter 2003, schaffte Platz 6): "Gratuliere Conchita! - Auch wenn Dein Beitrag nicht nach meinem Geschmack war. - Aber Platz 1 für Österreich ist sensationell. So viel Fairness muss sein! - Hut ab! Und noch etwas. Egal welche Meinung ich auch immer vertrete - ich hab keine Lust darauf von der Politik als Propaganda-Maskottchen missbraucht zu werden. In diesem Sinne - a guate nocht!"

Michael Niavarani (Kabarettist): "Hab soeben erfahren, dass wir den Song Contest gewonnen haben! Bravo! Conchita Wurst! Ich bin begeistert! H. C. Strache wurde bereits in Frauenkleidern gesichtet, er hofft ja mal eine Wahl zu gewinnen..."

Peter Rapp (ORF-Urgestein der TV-Pop-Moderation): "Daumendrücken hat geholfen! 1967 war ich in der Hofburg dabei, als Sandy Shaw mit 'Puppet On A String' gewann. (Im Jahr vorher hatte Udo Jürgens gewonnen). Und heute? Jedes Mal, wenn die 'kleinen' Punkte gezeigt wurden, war in den letzten Jahrzehnten klar, dass Austria wieder keinen Punkt bekommt. Diesmal war es immer nur die Frage: Werden es 8 oder 10 oder wieder 12 Punkte. Was für ein herrliches Gefühl. Den Abend werde ich lange nicht vergessen! ... Das ist ja heute wie Silvester! Habe ein Lächeln im Gesicht bei dem Gedanken, wie die Mitarbeiter in den Society-Redaktionen wie die Bienen umherschwirren und an Texten arbeiten wie 'Wir haben es schon kommen gesehen!' 'Wir haben es gleich gesagt!' 'Wir sind Song Contest!' - Hier noch ein Wort, dass ich sonst nie poste: 'Grins!'"


Reaktionen IV

12:14 Uhr

Im Laufe des Vormittags trudeln immer mehr Glückwünsche und Gratulationen ein. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) gratuliert Conchita Wurst zum eindrucksvollen Sieg beim Songcontest: „Bereits im Halbfinale hatte Conchita Wurst die meisten Punkte. Im Finale dann aus 13 Ländern die Höchstpunktezahl zu erreichen, zeigt deutlich: Conchita Wursthat mit großer Stimme und beeindruckender Performance die Zuseherinnen und Zuseher überzeugt.“ Faymann betonte auch, dass es höchst erfreulich und ein großes Signal sei, dass sich die musikalische Leistung gegen Vorurteile und Intoleranz durchgesetzt habe. Ein weiterer Aspekt des Sieges sei, dass Österreich nun 2015 den Songcontest austragen werde. „Österreich ist international ja als Land der Musik bekannt. Mit dem Sieg beim Songcontest 2014 und der Austragung des Bewerbes 2015 werden wir diesem Image neuerlich gerecht“

Vizekanzler und Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) ist stolz darauf, dass Österreich wieder Gastgeber des Song Contests ist. „Der beeindruckende Sieg für Österreich beim Song Contest ist eine große Ehre und Auszeichnung für Österreich. Diese künstlerische Leistung war herausragend, nach 48 Jahren wird Österreich wieder Gastgeber für Europa beim Eurovision Song Contest sein. Österreich ist stolz und freut sich mit Thomas Neuwirth über die große europäische Anerkennung."

Via Facebook meldete sich auch Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer zu Wort: "Ich gratuliere Conchita Wurst zu ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest! Das ist nicht nur ein Sieg für Österreich, sondern vor allem für Vielfalt & Toleranz in Europa. Dass sie ihren Sieg all jenen widmete, die an eine Zukunft in Frieden & Freiheit glauben, macht ihn doppelt wertvoll. Ein schöner Tag für Österreich! Herzliche Gratulation!", heißt es auf seiner Seite.


Das Siegerlied auf Deutsch

12:06 Uhr

Ausgewählt hatte man das Siegerlied "Rise Like A Phoenix" ursprünglich aus rund 100 Einreichungen internationaler und nationaler Produzenten. Die Nummer stammt von einem internationalen Autorenteam, das bereits für Christina Stürmer und Sarah Connor Songs geschrieben hat. Für die Musik und den Liedtext zeichnen demnach Charly Mason, Joey Patulka, Ali Zuckowski und Julian Maas verantwortlich. Im Folgenden die deutsche Übersetzung des Siegerliedes:

Wir laufen im GeröllWir laufen über Glas Die Nachbarn sagen wir haben ProblemeNun, diese Zeit ist vorbei

Im Spiegel betrachtet,Nein, bin das nicht ichEin Fremder kommt immer näherWer kann das nur sein?

Du würdest mich heute gar nicht kennenAus dem schwindenden Licht fliege ich davon

Ich erstehe auf wie ein PhönixAus der Asche herausSuche ich lieber Strafe als RacheDu wurdest gewarntWenn ich mich einmal verwandelt habe,Werde ich wiedergeborenDu weisst, ich werde auferstehen wie ein PhönixAber du bist meine Flamme

Kümmere dich um deine AngelegenheitenTu so, als wärest du freiKeiner könnte bezeugen,Was du mir angetan hast

Weil du mich heute nicht kennen würdestUnd du musst sehen, um zu glaubenAus dem schwindenden Licht fliege ich heraus

Ich erstehe auf wie ein PhönixAus der Asche herausSuche ich lieber Strafe als RacheDu wurdest gewarntWenn ich mich einmal verwandelt habe,Werde ich wiedergeboren

Ich steige in den Himmel aufDu warfst mich nieder aberIch werde fliegen

Und ich erstehe auf wie ein PhönixAus der Asche herausSuche ich lieber Strafe als RacheDu wurdest gewarntWenn ich mich einmal verwandelt habe,Werde ich wiedergeborenDu weisst, ich werde wie ein Phönix auferstehenAber du bist meine Flamme


Österreichische Punktevergabe

11:45 Uhr

Wie viele Punkte hat Österreich an welches Land vergeben?

12 Punkte Armenien

10 Punkte Niederlande

8 Punkte Rumänien

7 Punkte Ungarn

6 Punkte Schweden

5 Punkte Ukraine

4 Punkte Finnland

3 Punkte Schweiz

2 Punkte Island

1 Punkt Norwegen


Billig wird der ESC für Österreich nicht

11:35 Uhr

Kosten hin, Kosten her: Der 60. Eurovision Song Contest wird in Österreich stattfinden. Über das "Wie" wird in den nächsten Tagen noch heftig diskutiert werden. Einen Hintergrund darüber lesen Sie hier >>>


2. Halbfinale: Die Ergebnisse

11:16 Uhr

Heute Vormittag wurden endlich auch die Ergebnisse aus den zwei Halbfinal-Shows bekanntgegeben.

1. Österreich (169 Punkte)

2. Rumänien (125 Punkte)

3. Finnland (97 Punkte)

4. Schweiz (92 Punkte)

5. Weißrussland (87 Punkte)

6. Norwegen (77 Punkte)

7. Griechenland (74 Punkte)

8. Polen (70 Punkte)

9. Malta (63 Punkte)

10. Slowenien (52 Punkte)

Ausgeschieden:

11. Litauen (36 Punkte)

12. Irland (35 Punkte)

13. Mazedonien (33 Punkte)

14. Israel (19 Punkte)

15. Georgien (15 Punkte)


1. Halbfinale: Die Ergebnisse

11:12 Uhr

Heute Vormittag wurden endlich auch die Ergebnisse aus den zwei Halbfinal-Shows bekanntgegeben.

1. Niederlande (150 Punkte)

2. Schweden (131 Punkte)

3. Ungarn (127 Punkte)

4. Armenien (121 Punkte)

5. Ukraine (118 Punkte)

6. Russland (63 Punkte)

7. Montenegro (63 Punkte)

8. Island (61 Punkte)

9. Aserbaidschan (57 Punkte)

10. San Marino (40 Punkte)

Ausgeschieden:

11. Portugal (39 Punkte)

12. Estland (36 Punkte)

13. Lettland (33 Punkte)

14. Belgien (28 Punkte)

15. Albanien (22 Punkte)

16. Moldawien (13 Punkte)


Twitter-Wahnsinn

11:08 Uhr

Fünf Millionen Tweets gab es weltweit rund um den Eurovision Song Contest. 47.000 davon allein über #ConchitaWurst!


10:30 Uhr

Weitere Eindrücke der Siegesfeier in Kopenhagen, der anschließenden Pressekonferenz und weiteren Veranstaltungen, wie dem Public Viewing in Wien, wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten >>>


Bis zu 1.544.000 Zuschauer fieberten mit

10:13 Uhr

Conchita Wurst sang sich gestern beim „Eurovision Song Contest“ in die Herzen der Zuschauer in Europa - und bis zu 1.544.000 waren live in ORF eins mit dabei. Im Durchschnitt verfolgten 1.474.000 das Finale des größten Musikwettbewerbs der Welt. Der Marktanteil lag bei 73 Prozent, in der Zielgruppe der 12 - 49-Jährigen bei 74 Prozent.

Anlässlich des Sieges von Conchita Wurst ändert der ORF sein Programm: Um 13.05 Uhr berichtet Kati Bellowitsch live von der Ankunft am Flughafen Schwechat in ORF 2 mit anschließender Live-Übertragung der Pressekonferenz. (Foto: EPA/KELD NAVNTOFT)


Protest gegen Homophobie

10:06 Uhr

Viele deuten den Dragqueen-Sieg als Zeichen gegen Ausgrenzung und für ein tolerantes, schwulenfreundliches Europa. Doch noch braucht es dieses starke Ausrufezeichen, um auf die vielerorts noch vorhandene Diskriminierung aufmerksam zu machen. Am "anderen Ende der Welt", in Kuba, ist am heutigen Sonntag gegen Homophobie demonstriert worden. Mit dabei war die Tochter von Kubas Präsident, Mariela Castro, die sich seit Langem für die Rechte von Homosexuellen einsetzt. Mehr dazu >>> http://go.tt.com/1oE1ISF


Keine Titelseite ohne Conchita - Pressestimmen I

09:51 Uhr

Kaum eine europäische Zeitung kommt heute ohne ESC-Gewinnerin Conchita Wurst aus. Die österreichische Nachrichtenagentur hat bereits einige Pressestimmen gesammelt.

"Berlingske Tidende" (Kopenhagen): "Österreich lieferte einen Höhepunkt 'second to none'. Wer kann Tränen, Diva-Kleidern und einem Bart widerstehen - und Wursts Botschaft, dass der Sieg allen gehört, die sich 'Frieden und Freiheit' wünschen?"

"Aftenposten" (Oslo): "Eine Ohrfeige für alle Homophoben in Europa".

"La Repubblica" (Rom): "Hohe Absätze, Schmetterling-Wimpern und dichter Bart: Mit Conchita Wurst erobert Österreich zum ersten Mal seit 1966 den Eurovision Song Contest. Thomas Neuwirth, der erst vor drei Jahren zu Conchita Wurst geworden ist, siegt im Finale in einem bunten, feierlichen Klima, in dem viele österreichischen Fahnen wehen. Conchita Wursts Triumph ist ein Sieg im Europa der Toleranz und des Respekts."


Österreich will guter Gastgeber für 60. Eurovision Song Contest

09:06 Uhr

Nach dem Sieg beim Eurovision Song Contest in der Nacht zum Sonntag nimmt Österreich Kurs auf die Ausrichtung der Jubiläumsausgabe des Wettbewerbs 2015. "Jetzt, da wir gewonnen haben, wollen wir auch gute Gastgeber sein", versprach der TV-Unterhaltungschef des Österreichischen Rundfunks (ORF), Edgar Böhm. Bereits am Montag sollen die Vorbereitungen für den 60. ESC beginnen, sagte Böhm der Nachrichtenagentur APA. "Da gibt es einen ganz strikten Zeitplan."

Ob die Hauptstadt Wien der Austragungsort sein wird, steht nach Angaben von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz noch nicht fest: "Wien wäre eine wunderbare Möglichkeit, aber man sieht, dass ein Song Contest unglaubliche Unterstützung der jeweiligen Stadt benötigt." Österreich sei ein Land, "das für Musik steht und mehrere Möglichkeiten hat, den Song Contest auszurichten."

Österreichs ESC-Siegerin Conchita Wurst träumt derweil schon vom nächsten Eurovision-Auftritt, diesmal allerdings eher als Moderatorin: "Ich wäre gerne Teil von Eurovision 2015 - vielleicht als Gastgeberin?", sagte die glamouröse Vollbart-Dragqueen nach ihrem Triumph in Kopenhagen Reportern.


Russischer "Pop-Papst" fordert Respekt für Wurst

09:05 Uhr

Nach scharfer Kritik aus Russland an der Eurovision Song Contest -Teilnahme der österreichischen Dragqueen Conchita Wurst hat die Delegation des Riesenreichs um Respekt geworben. "Ob er einen Bart hat oder keinen Bart, ob er Mann ist oder Frau - das ist unwichtig, es ist ein Wettbewerb", sagte "Pop-Papst" Filipp Kirkorow am Sonntag im Staatsfernsehen. Wursts Siegerlied sei sehr schön, so Kirkorow.

Der 47-Jährige hat den russischen Beitrag für den Eurovision Song Contest (ESC) mitgeschrieben. Die Teilnahme von Conchita Wurst hatte in Russland hitzige Debatten ausgelöst. Konservative Politiker und Kirchenkreise hatten kritisiert, eine Übertragung des ESC mit dem Transvestiten bedeute "eine eindeutige Propaganda für Homosexualität und geistliche Verderbnis". In Russland ist es gesetzlich untersagt, positiv vor Minderjährigen über "nicht-traditionelle sexuelle Orientierung" zu sprechen. Kirkorow hatte das Verbot öffentlich kritisiert.


Grand-Prix-Nation Österreich

08:53 Uhr

Hier noch einige Fakten zum Song Contest und Österreich, um am Mittagstisch oder beim Muttertagskuchen mit Insiderwissen glänzen zu können. Auf unserer Facebookseite  und in unserem TT-Forum können Sie ebenfalls mitdiskutieren!

An 47 von 59 Eurovision Song Contests hat Österreich teilgenommen. Allerdings sind die Erfolge beim Grand Prix Eurovision de la Chanson eher bescheiden. 1957 nahm das Land erstmals teil und wurde Letzter. Anders ging es mit Udo Jürgens aus, der von 1964 bis 1966 seine Heimat vertrat. 1964 belegte er mit "Warum nur, warum?" den sechsten Platz (von 16), 1965 mit "Sag ihr, ich lass sie grüßen" den vierten (von 18) und 1966 schließlich mit "Merci Chérie" Platz eins (bei 18 Teilnehmern).

Unter den Teilnehmern der Alpenrepublik findet sich 1968 auch der tschechische Schlagerstar Karel Gott ("Tausend Fenster"), der damals Platz 13 (von 17) holte. Der Deutsche Dieter Bohlen komponierte Österreichs Beiträge für 1989 (Thomas Forstner "Nur ein Lied", Platz 5/22) und 1992 (Tony Wegas mit "Zusammen geh‘n", Platz 10/23).

In den vergangenen Jahren hatten es die Kandidaten aus der Alpenrepublik schwer, überhaupt das Finale zu erreichen. 2013 scheiterte Natália Kelly mit dem Popsong "Shine" im Halbfinale, vor zwei Jahren auch das Hip-Hop-Duo Trackshittaz ("Woki mit deim Popo"), das zuvor national Conchita Wurst besiegt hatte.

Trotz gemeinsamer Sprache sind sich Österreich und Deutschland nur selten hilfreich bei der Punktevergabe gewesen. Der einzige deutsche Teilnehmer mit 12 Points from Austria war Stefan Raab im Jahr 2000. Deutschland vergab seine Höchstpunktzahl 2011 beim ESC in Düsseldorf an Nadine Beiler ("The Secret Is Love"), die Platz 18 (von 25) errang.


Buhrufe für Russland, Applaus für ukrainische Sängerin

08:45 Uhr

Der Siegeszug von Conchita Wurst drängte am gestrigen Abend sogar das weltpolitische Thema Ukraine in den Hintergrund, das diesen ESC zunächst zu überschatten drohte. Wie eisig die Stimmung gegenüber Russland zurzeit ist, zeigten aber die Buhrufe, die die 17-jährigen Tolmatschewy-Zwillinge immer wieder ertragen mussten, wenn sie hohe Punktzahlen erhielten. Die ukrainische Popsängerin Zlata Ohnewitsch heimste hingegen viel Applaus ein. Die Ukraine landete mit 113 Punkten übrigens auf Rang sechs, knapp vor Russland, das mit 89 Punkten Rang sieben belegt.

In der Ostukraine ist indes die Abstimmung über eine Abspaltung voll im Gang. Mehr dazu lesen Sie hier >>> http://go.tt.com/1hFjnEJ


Reaktionen III

08:36 Uhr

Pop trifft Politik: Nach dem Sieg von Conchita Wurst melden sich auch Österreichs Politiker zu Wort. Bundessprecherin und Klubobfrau der Grünen Eva Glawischnig ist begeistert: "Ich gratuliere Conchita zur hervorragenden musikalischen Leistung und Performance und zum Mut einen anderen Lebensentwurf gewählt zu haben, allen Anfeindungen zum Trotz. Europa hat gestern diese Leistung und diesen Mut gewürdigt und ein Zeichen für Weltoffenheit und Toleranz gesetzt. Österreich bist du großer Söhne und Töchter."

Noch schneller war allerdings Angelika Mlinar, NEOS-Spitzenkandidatin zur Europa-Wahl. Sie feierte in einer Aussendung bereits vor Beginn des Finales Conchita Wurst als Siegerin. Sie habe durch ihr eindrucksvolles Auftreten auch eine neue Debatte angestoßen, dass es gerade in einem europäischen Gesangswettbewerb deutlich mehr Respekt und Toleranz braucht. "Ich bewundere ihren Mut und ihre Entschlossenheit im Auftreten gegen Homophobie", so Mlinar. "Es ist schön, dass alle europäischen Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, über ihren Tellerrand zu schauen. Die Menschen in Russland und Weißrussland, die für Menschenrechte, Gleichberechtigung und Demokratie kämpfen, sollen wissen, dass sie auf dieses weltoffene Europa zählen können."


Pompöse Popballade

07:34 Uhr

Weil es so schön ist, hier noch einmal das Siegerlied von Conchita Wurst. Die Popballade hat auf Youtube mittlerweile mehr als 2.157.000 Klicks. Auch auf der Facebook-Seite von Conchita Wurst sammeln sich die Glückwünsche und Gratulationen, mehr als 28.000 heben ihren Daumen für die bärtige Diva, über 181.000 Usern folgen ihr. Auf Twitter sind es bereits 44.000 Follower.


Beim Barte der Wurst

07:21 Uhr

Der Vollbart von Conchita Wurst wird in den nächsten Tagen wohl noch öfter kopiert werden. Bei einem Public Viewing in Wien wurde schon fleißig gemalt und gepudert. (Foto: APA/GEORG HOCHMUTH)


Reaktionen II

06:47 Uhr

Wursts Vorgänger als zuvor einziger österreichischer Sieger beim ESC, Udo Jürgens, der die Sangeskrone 1966 in Luxemburg mit „Merci Cherie“ eroberte, wollte sich gegenüber der APA nicht zu Wurst äußern. „Er befindet sich im Ausland und wird den ESC auch nicht im TV verfolgen. Unabhängig davon möchte er sich nicht mehr zum ESC äußern. Das hat er seit 1966 bereits zur genüge getan“, beschied sein Management im Vorfeld des Triumphs.

Kosten hin, Kosten her, bei ORF-TV-Unterhaltungschef Edgar Böhm überwiegt klar die Freude über den Sieg Österreichs beim Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen: "Ich bin ja schon das 20. Mal bei einem Song Contest und habe viele Enttäuschungen erlebt. Und jetzt überwiegt natürlich eine Riesenfreude, nach 48 Jahren wieder einmal den Song Contest zu gewinnen! Dass das natürlich eine Riesenaufgabe ist, ist völlig klar. Das weiß ich von Kollegen, schließlich war ich auch in die Vorbereitung in Düsseldorf 2011 eingebunden. Das ist ein Riesentschoch und eine Riesenverantwortung. Aber wenn es auch kleine Länder wie Dänemark geschafft haben, eine solche große Veranstaltung auf die Beine zu stellen, dann werden wir es auch schaffen."


Ankunft in Wien

06:46 Uhr

Für die Siegerin geht es bereits in wenigen Stunden zurück in die Heimat. Bereits am Sonntagmittag will Conchita Wurst wieder zurück in Wien sein. Um 11.55 Uhr soll die Königin von Europa am Flughafen Wien Schwechat landen.


Reaktionen

06:32 Uhr

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeigte sich nach der Show äußerst erfreut über den Triumph Österreichs beim Eurovision Song Contest: "Wir freuen uns unglaublich über diesen Gewinn. Der war ja nicht so vorhersehbar." Deshalb könne man aber jetzt auch noch nichts über einen etwaigen Veranstaltungsort sagen: "Wir haben noch nicht alles in allen Details durchgedacht. Aber Österreich ist ein Land, das für Musik steht und mehrere Möglichkeiten hat, den Song Contest auszurichten."

Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) ließ schon kurz nach der Show verlauten: "Der erste Platz für Österreich beim Eurovision Song Contest ist der große Sieg von Conchita Wurst, aber auch ein Sieg Europas in Toleranz und Respekt. Ich gratuliere Conchita Wurst zu Ihrer Performance und dem ORF zur Entscheidung sie antreten zu lassen. Ich freue mich auf den Song Contest 2015 in Österreich."

Auch zahlreiche deutsche Prominente äußerten sich in sozialen Netzwerken. Hape Kerkeling schrieb "Heute sind wir alle Österreicher" bei Facebook. Thomas D twitterte "Ich hab Tränen in den Augen, so schön war das! Gratulation Conchita Wurst!" TV-Satiriker Oliver Kalkofe schrieb: "Gratulation an Lady Sausage aus Österreich! Ein klares Statement mit Stil hat gewonnen, das ist überaus erfreulich... Chapeau!"


Wurst als Gastgeberin?

06:29 Uhr

Für kommendes Jahr legte sich Wurst schon einmal coram publico die Schiene. "Ich wäre gerne Teil von Eurovision 2015 - vielleicht als Gastgeberin?", kokettierte sie in Richtung der anwesenden Fernsehchefin Kathrin Zechner. Aber verteidigen werde sie ihren Titel nicht. Sofortige Unterstützung bei der Gastgeberidee kam vom EBU-Verantworlichen Jan Ole Sand.

Auf lange Sicht sei für sie, Wurst, jedenfalls klar: "Ich möchte weiter Musik machen - sie ist die Liebe meines Lebens. Mein Leben ist ein Musical, auch wenn das vielen Leuten auf die Nerven geht", so Wurst: "Und ich werde meine Überzeugungen aussprechen, mein Leben leben und mir treu bleiben - das ist der einzige Weg, um glücklich zu bleiben." (Foto: EPA/JOERG CARSTENSEN)


Video zum Sieg

06:22 Uhr

Alle Augen sind derzeit auf Conchita Wurst gerichtet. Das war auch unmittelbar nach dem Sieg der Fall, mehr dazu im Video.


Wurst: "Wir sind nicht zu stoppen"

06:20 Uhr

Für Conchita Wurst ist der Sieg beim 59. ESC auch ein Zeichen: "Es hat mir gezeigt, dass es in unserer Gesellschaft Leute gibt, die nach vorne schauen wollen und nicht in der Vergangenheit stecken bleiben wollen." Auf Journalistennachfrage hatte sie deshalb sogar eine Botschaft an Russlands Präsident Wladimir Putin, auch wenn sie nicht davon ausgehe, dass er Song Contest schaue: "Wir sind nicht zu stoppen."


Wurst konnte es zunächst gar nicht glauben

06:14 Uhr

Für ihre Verhältnisse wenn nicht sprachlos, aber doch immerhin spracharm zeigte sich Österreichs Song-Contest-Gewinnerin Conchita Wurst im Anschluss an das Finale vor der Presse. Sie habe es selbst beim Goldregen, der über dem Gewinner ausgeschüttet wird, noch nicht geglaubt, gewonnen zu haben. Sie habe erst die Worte von ihrem Manager Rene Berto persönlich hören müssen: "Ja, Du hast gewonnen."

Sonst quassel ich die ganze Zeit, und jetzt sitze ich hier...

(Foto: REUTERS/Tobias Schwarz)

Europa stimmt für Wurst: Mit einer pompösen Popballade hat die glamourös-grazile Vollbart-Dragqueen Conchita Wurst für Österreich beim Eurovision Song Contest triumphiert.
© EPA/KASPER PALSNOV

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Vom ESC ging es volé nach Wien. Sonntagmittag landete Conchita Wurst am Flughafen Wien-Schwechat. Ihr wurde ein gewaltiger Empfang beschert.

Vom ESC ging es volé nach Wien. Sonntagmittag landete Conchita Wurst am Flughafen Wien-Schwechat. Ihr wurde ein gewaltiger Empfang beschert.

© REUTERS/LEONHARD FOEGER

Trotz Schlafentzug zeigt sich Conchita bei der Pressekonferenz gewohnt freundlich und fokussiert.

Trotz Schlafentzug zeigt sich Conchita bei der Pressekonferenz gewohnt freundlich und fokussiert.

© REUTERS/LEONHARD FOEGER

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