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Fotomontage: So sieht der „durchschnittliche“ Gamer aus

Fotograf Chris Dorley-Brown hat für die Entwickler des Online-Spiels „RuneScape“ dargestellt, wie deren Durchschnitts-Nutzer aussieht.

London - Ein neues Bild beantwortet die Frage, wie der „durchschnittliche“ Gamer aussieht - zumindest, was britische Fans des Online-Rollenspiels „RuneScape“ betrifft. Denn der Fotograf Chris Dorley-Brown hat eine Fotomontage erstellt, die über 2000 Einzelbilder echter Spielefans kombiniert. Auftraggeber war das Entwicklerstudio Jagex, das zudem einige Statistiken veröffentlicht hat. Demnach haben Gamer eher eine feste Beziehung und einen Vollzeit-Job als der durchschnittliche Brite. Dass Durchschnitts-Gamer „Joe“ leicht androgyn wirkt, dürfte indes damit zusammenhängen, dass knapp ein Fünftel der britischen Online-Gamer Frauen sind.

Durchschnitts-Joe

Für seine Arbeit hat Dorley-Browns auf einem britischen „RuneScape“-Event Fotos von über 2000 Besuchern geschossen. Mittels Bildverarbeitung sind diese zu einem Abbild eines Durchschnitts-Gamers verschmolzen, den der Fotograf Joe getauft hat - in Anlehnung an den im anglophonen Raum gern „Joe Average“ genannten „Otto Normalverbraucher“.

Dass das Gesicht eher jung wirkt, ist angesichts einer von Jagex durchgeführten Umfrage mit 1157 Respondenten nicht verwunderlich. Denn nur ein Drittel aller Gamer ist demnach 35 Jahre oder älter. Das Bild des jungen Gamers ist jedoch eines der wenigen, das durch die Befragung wirklich bestätigt scheint. So weist Jagex für die britische Online-Gamer-Community einen Frauenanteil von immerhin 18 Prozent aus.

Mehr Geld und Liebesglück

Interessantes Detail am Rande: Spielefans scheinen in Liebesdingen sehr erfolgreich. 55 Prozent haben laut der Umfrage eine Beziehung, was laut Jagex im Schnitt nur für knapp ein Drittel aller Briten gilt. Ebenso wenige haben einen Vollzeit-Job. Auch hier liegen die Gamer mit 37 Prozent über dem Schnitt - was das Stereotyp vom arbeitslosen Kellerbewohner untergräbt.

Auch stehen Online-Spieler laut dem Umfrageergebnis materiell häufig sogar relativ gut da. Sieben von zehn Gamern verdienen demnach mehr als Bank-Schalterbeamte, zudem haben sie mehr Autos als der britische Bevölkerungsschnitt. (pte)

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