Ein Stadtkind schnuppert Landluft

Arabella Kiesbauer meldet sich bei „Bauer sucht Frau“ zum Dienst. In Staffel elf des ATV-Dauerbrenners sind vier Tiroler Singles dabei.

Von Christiane Fasching

Innsbruck –Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht. Die Kandidaten von „Bauer sucht Frau“ ticken da anders: Denn Arabella Kiesbauer, die Katrin Lampe nach zehn Staffeln als ATV-Kupplerin abgelöst hat, wurde bei ihrer Hof-Tour durch Österreich von den liebeshungrigen Landwirten herzlichst empfangen. „Ich hab’ mich pudelwohl gefühlt“, schwärmt Kiesbauer von den ersten Begegnungen mit den 13 Singles wider Willen, die diesen und nächsten Mittwoch vorgestellt werden. Wer an den elf Männern und zwei Frauen einen Narren frisst, hat dann bis Ende Juni Zeit, sich unter www.atv.at/bauersuchtfrau um ein Kennenlernen zu bemühen. Im Herbst werden die Annäherungsmomente der Kandidaten und die von Kiesbauer dirigierten Kuppelversuche in 20 abendfüllenden Folgen gezeigt.

Gibt’s einen Kandidaten, in den sich die Moderatorin schon besonders „verknallt“ hat? „Alle Bauern und Bäuerinnen haben auf ihre Art etwas sehr Liebenswertes“, bleibt Kiesbauer zunächst diplomatisch, hebt aber dann doch die Tiroler Metzgerin Bianca hervor, die einen 400 Jahre alten Familienbetrieb führt. „Die hat mich gleich herumkommandiert! Aber nicht böse, sondern forsch und charmant“, erinnert sich Amors Helferin. Anpacken musste Kiesbauer aber auch im Rest Österreichs: Wie man eine Mistgabel richtig hält, weiß sie nun. Und auch ums Melken kam sie nicht herum. „Ich hab’ aus der Kuh sogar Milch herausgekriegt, nur hat sie mich anschließend getreten. Allzu super dürfte ich mich also nicht angestellt haben“, lacht die 45-Jährige, die sich selbst als „Stadtkind“ sieht. Und von der passionierten Landliebe ihrer Schützlinge „berührt“ war: „Als Außenstehender hat man das Gefühl, dass die Bauern an ihre Höfe angehängt sind. Doch davon war nie die Rede – vielmehr fühlen sie sich mit ihrem Land verbunden.“

Den Erfolg von „Bauer sucht Frau“ – zuletzt lockte das Kuppelformat, das seit 2005 zum ATV-Programm gehört, im Schnitt 220.000 Zuschauer an – erklärt sich Kiesbauer mit der „Authentizität“ des Formats: „Den Kandidaten geht’s hier nicht um ihre 15 Minuten Ruhm. Sie wollen wirklich einen Partner fürs Leben finden. Das spüren auch die Zuschauer.“ Für die einstige ORF-Geheimwaffe und ProSieben-Talkkönigin wird’s übrigens nicht beim einmaligen ATV-Gastspiel bleiben. Schon im Jänner hat sie sich für drei Staffeln „Bauer sucht Frau“ verpflichtet. „Solange es Menschen gibt, gibt’s auch Kupplerbedarf. Vor allem in Gegenden, wo nicht an jeder Ecke 30 Kneipen sind, in denen man jemanden kennen lernen könnte“, sagt Kiesbauer, die sich vor keinem Mangel an einsamen Herzen fürchtet.

Sechs davon lassen sich heute ab 20.15 Uhr über die Schulter schauen: Aus Tirol gehen dabei Bergbauer Hannes und Metzgerin Bianca ins Rennen. Auch unter den sieben Kandidaten, die sich nächste Woche vorstellen, sind mit Joe und Martin zwei Tiroler vertreten. Die übrigen Kandidaten kommen aus der Steiermark, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und Vorarlberg.

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