Gesellschaft

Rom sperrt Heizer aus Kirche aus

Martha Heizer: "Wir haben das Dekret zurückgewiesen."
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Bischof Scheuer informierte Martha Heizer über die Exkommunikation.

Innsbruck – In den späten Abendstunden wurde es gestern bekannt: Der Papst hat die Vorsitzende der kirchenkritischen Plattform „Wir sind Kirche“, Martha Heizer (67), und ihren Ehemann Gert mit der höchsten Kirchenstrafe belegt. Die beiden Absamer wurden exkommuniziert und somit von den kirchlichen Sakramenten ausgeschlossen. Grund dafür sind regelmäßige Eucharistiefeiern, die die pensionierte Religionspädagogin und ihr Ehemann mit anderen Gläubigen ohne Priester in ihrem Haus in Absam feiern. Wegen eines schweren Vergehens („delictum gravius“) wurden sie mit der Exkommunikation belegt. Der Fall hatte 2011 für Aufregung gesorgt, Diözesanbischof Scheuer musste laut Kirchenrecht einschreiten, die Glaubenskongregation setzte daraufhin eine Kommission ein.

Scheuer wollte gestern Abend das Dekret Roms übergeben, Heizer und ihr Mann wiesen es zurück. „Wir haben es nicht angenommen, weil wir das Verfahren auch nicht akzeptieren“, sagte Heizer in einer ersten Stellungnahme. Die Vorsitzende der Plattform „Wir sind Kirche“ und Mitinitiatorin des Kirchenvolksbegehrens ist erschüttert über die Vorgehensweise Roms. In der Begründung für die Einsetzung der Untersuchungskommission hieß es, dass es um das Seelenheil von Martha und Gert Heizer gehe. (pn)

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