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Die „hoache Diele“ als Wohlfühloase

Albin und Christian Fankhauser, besser bekannt als „Zillertal Mander“, haben ihren Brotberuf als Zimmerer bzw. Tischler an den Nagel gehängt und verdienen sich als erfolgreiche Musikanten ihre Brötchen.

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Das Eigenheim von Albin und Sandra Fankhauser im Ortsteil Rosengarten in Zell am Ziller. Gut erkennbar: der ausgebaute Dachboden.
© Hörhager

Von Peter Hörhager

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Zell am Ziller, Finkenberg –Welches Material dominiert im Wohnraum von zwei „Mandern“, von denen der eine Zimmerer und der andere Tischler ist? Richtig! – Holz. „Holz ist zeitlos, Holz bedeutet Gemütlichkeit, Bodenständigkeit, Wärme – einen Wohnraum ohne Holz könnt ich mir nicht vorstellen“, bringt es Albin Fankhauser auf den Punkt. Und führt den Autor dieser Zeilen in den obersten Stock seines Hauses, in die „hoache Diele“, wie die Zillertaler den Dachboden nennen. Den hat der Komponist und Texter der Zillertal Mander durch Hebung des Dachbodens zu einem gemütlichen Refugium ausgebaut, in dem er sich mit Partner Christian Fankhauser (trotz gleichen Nachnamens weder verwandt noch verschwägert) zu Proben und zu Tourbesprechungen trifft. Der in Ginzling lebende Albin ist nämlich der Manager des Erfolgsduos, das demnächst mehrere Auftritte vor heimischem Publikum hat. Etwa beim Bataillonsfest des Schützenbataillons Schwaz am 13. Juni, beim Landesfeuerwehrwettbewerb am 14. Juni in Ried, beim TT-Wandercup am 29. Juni im Tannheimer Tal sowie – vor riesiger Fangemeinde – beim „Manderfest“ vom 17. bis 20. Juli in Zell am Ziller. Außerdem erscheint ihre achte CD mit dem Titel „Es lebe hoch der Bauernstand“.

Seit der Gründung der Zillertal Mander im Jahr 2001 haben sich Chris und Albin in die Herzen unzähliger Fans gespielt. „An die hundert Auftritte pro Jahr werden es schon sein“, sinniert der Albin und betont, dass sich der Tour-Radius weit über Europa erstreckt. „Wir haben auch schon in Taschkent, der Hauptstadt Usbekistans, und in Seattle in den USA gespielt“, betont der Chris. Die zwei haben deshalb ihre erlernten Brotberufe an den Nagel bzw. die Hobelbank gehängt und sind Profi-Musiker. „Beides hätte sich zeitlich und physisch nicht vereinbaren lassen“, erklären beide unisono.

Sandra kredenzt ihrem Albin und dem Chris ein Kaffee’tscherl.
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Ja, und so ist es weiter nicht verwunderlich, dass sich der Albin den obersten Stock seines Hauses im Ortsteil „Rosengarten“ in Zell am Ziller in einen von Holz dominierten Wohlfühlbereich ausgebaut hat. „Die Bodenbretter sind aus Ginzling, die Zirbe, die das Holz für die Vertäfelung lieferte, stand auf der Rosenalm und wurde von mir und meinem Vater selbst gefällt, das Ahornholz für den großen Esstisch ist aus Schwendau“, listet der Hausherr auf.

In verglasten Nischen hinter der Eckbank hat er seine Wurzeln dokumentiert: die erste Zugin, die er von seinem Vater Johann Fankhauser (jener von Chris heißt gleich) bekam, sowie altes Zimmerer-Handwerkszeug. Ein geschnitzter Almabtrieb am an der Decke baumelnden Balken, eine Truhe der Altvorderen aus dem Jahre 1868, die Liegestatt über dem Bauern­ofen, ein Hackstock, der als Sitz dient – er mag es bodenständig, der musikalische Zillertaler. Nicht fehlen dürfen die Musikinstrumente der zwei Musiker: Ziehharmonika (der Albin besitzt knapp 20), Harfe und Gitarre. Detail am Rande: Ihre Frauen Sandra und Bianca schenkten ihnen jeweils drei Kinder, die alle ebenfalls eines der genannten Instrumente spielen.

Sandra mit Albin („Rauti“) beim Couching.
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Der Chris, der mit seiner Familie bei den Schwiegereltern in Ginzling lebt, ist noch beim Planen eines Eigenheimes. „Wir haben schon konkrete Vorstellungen – Holz spielt dabei auch eine wichtige Rolle“, betont er.

Die beiden „Zillertaler Mander“ bei der Probe für den nächsten Auftritt
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